Böen von über 100 km/h im Flachland Sturmtief Egon wütet in der Schweiz

Die heutige Nacht zeigte sich von der rauen Seite. In den Bergen tobte ein Orkan und auch in tieferen Lagen stürmte es heftig. Das führte zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen.

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Sturmtief «Egon» nahm die Schweiz heute Nacht in die Mangel. Sturm- und Orkanböen fegten über die Schweiz, erneute Schneefälle führten am Morgen zu Verkehrsbehinderungen auf Strassen und Schienen.

Auf der St. Chrischona bei Basel mass die Wetterstation Windgeschwindigkeiten von bis zu 139 km/h, teilt MeteoNews mit. Über Luzern fegten Böen mit über 110 km/h – womit nur wenig fehlte, damit meteorologisch von einem Orkan gesprochen werden kann. Auf dem Zürcher Uetliberg blies der Wintersturm mit fast 100 km/h. Auf über 1000 Metern wurden teilweise gar über 150 km/h gemessen.

Stromausfälle und umgeknickte Bäume

Die heftigen Böen haben mancherorts Bäume entwurzelt und Baugerüste und -abschrankungen zum Einknicken und Umstürzen gebracht, wegen verschneiter Strassen kam es zu zahlreichen Unfällen.

In den Kantonen Bern und Basel-Landschaft fiel laut Mitteilungen der Polizei in mehreren Gemeinden der Strom aus. Zeitweise hätten im Kanton Bern mehr als 10'000 Haushalte keinen Strom gehabt, teilt die BKW mit.

Auch die SBB kämpften mit dem Unwetter. Der Schienenverkehr zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof war heute am frühen Morgen unterbrochen. Wegen starker Winde fielen auch die Züge zwischen Weissbad AI und Wasserauen AI auf der Linie Gossau SG - Wasserauen aus.

Verschneite Strassen im Tessin

Wurden gestern Abend im Rheintal in Balzers FL mit Südföhn noch 11 Grad gemessen, brachte Egon heute Morgen labile Polarluft zu den Alpen. Das führte im Tessin und im Oberwallis zu Schneefall bis in die Täler und einzelnen Graupelgewitter bis ins Flachland.

Auf der Autobahn A2 zwischen dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda und dem Gotthard-Tunnel behinderte der Schneefall den Verkehr in beiden Richtungen.

Wegen der starken Winde hat zudem die Luftseilbahn auf den Pilatus vorübergehend ihren Betrieb eingestellt.

Das Wochenende wird weiss

Das Schlimmste soll damit bereits vorüber sein – zumindest, was den Wintersturm betrifft. Im Verlauf des Tages wird sich der Wind laut MeteoNews abschwächen. Die Schneefälle hingegen halten an. Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee werden im Flachland dieses Wochenende erwartet. Am meisten Schnee gibts im Aargau und dem Luzerner Mittelland, prognostizieren die Meteorologen.

Was folgt, ist eine wahre Schlotter-Woche. Es wird eisig kalt, und das mindestens bis zum folgenden Wochenende. Über -6 bis -3 Grad werde das Quecksilber in tiefen Lagen nicht steigen, schreibt MeteoNews.

Chaos in Deutschland

Auch in Deutschland führte Tief «Egon» zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen. «Wir haben seit Mitternacht massive Probleme mit dem Sturm», sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Saarbrücken. Bäume seien auf Strassen und Leitungen gestürzt, erklärte er. Grössere Unfälle habe es aber zunächst nicht gegeben.

 

Von Westen soll der Sturm im Laufe der Nacht weiter über Deutschland ziehen und vielerorts starken Schneefall bringen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor Unwettern in mehreren Bundesländern.

In Rheinland-Pfalz hielten sich die Sturmschäden zunächst in Grenzen. Ein Sprecher des dortigen Lagezentrums sprach gegen 2 Uhr lediglich von «vereinzelt umgestürzten Bäumen». (SDA/lha)

Publiziert am 13.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017

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