Mit Tempo 140 durchs Dorf!

  • Publiziert: 16.01.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

ZUG – Ein Autofahrer ist am frühen Mittwochmorgen mit stark übersetzter Geschwindigkeit durch mehrere Zuger Gemeinden gerast. Er hat die Verkehrsregeln rund ein Dutzend Mal schwer verletzt.

An der Verfolgungsjagd waren zeitweise drei Fahrzeuge der Zuger Polizei beteiligt. Erst in einer Sackgasse in Baar wurde der Raser endgültig gestoppt. Nach heftiger Gegenwehr sei der 53-jährige Schweizer aus dem Fahrzeug gezerrt und auf die Polizeidienststelle gebracht worden, heisst es in der Mitteilung der Zuger Polizei.

Bei der zehnminütigen Fahrt wurden mehrere Fussgänger gefährdet, aber niemand verletzt. Gemäss Polizeiangaben hat der Autolenker bei einer Baustelle in Oberwil an der Ampel stehende Fahrzeuge überholt und das Rotlicht überfahren.

Später überfuhr er eine Sicherheitslinie und raste in Zug mit 140 km/h über eine Innerortsstrasse. Auch in einer 30er-Zone war er mit stark übersetzter Geschwindigkeit unterwegs. Zwar konnte er schliesslich von der Polizei angehalten werden, wendete aber sein Fahrzeug und brauste mit 80 km/h über den Bahnhofplatz davon.

Er fuhr links um einen Kreisel herum, passierte ungebremst eine Stoppstrasse und prallte schliesslich in einer Sackgasse in Baar gegen das Geländer einer Fussgängerunterführung. Darauf legte er den Rückwärtsgang ein und fuhr auch das hinter ihm stehende Polizeiauto zu Schrott.

Dem Lenker wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen. Alkoholisiert war der Mann offenbar nicht, wie ein Atemlufttest ergab. Er werde nun ärztlich begutachtet, heisst es in der Polizeimitteilung. (sda)

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