Mit seiner Mannschaft lockt er Touristen an Jogi Löw rettet das Tessin

Die Tessiner Hoteliers und Beizer können auf einen erfolgreichen August zurückblicken. Einer der Hauptgründe dafür ist die Deutsche Fussballnationalmannschaft - sie hat sich Ende Mai in Ascona TI auf die Euro vorbereitet.

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Die Tessiner Hoteliers und Gastronomen reiben sich freudig die Hände. Die Geschäfte laufen wie geschmiert. Im Gegensatz zu anderen Tourismusregionen der Schweiz schauen die Tessiner auf einen erfreulichen August zurück. In Zahlen: Die Sonnenstube vermeldet 29'000 Übernachtungen (+9,2%) mehr als im Vorjahr. Seit Anfang Jahr legte das Tessin um 3,8 Prozent zu (BLICK berichtete).

Vor allem die Deutschen – neben Schweizern die wichtigste Gästegruppe – haben das Tessin wiederentdeckt. Seit Anfang 2016 ist die Zahl deutscher Gäste im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11,6 Prozent gestiegen. Im August beträgt das Plus sogar satte 25,5 Prozent.

Hauptgrund für den Boom bei den nördlichen Nachbarn ist König Fussball. Die deutsche Fussballnationalmannschaft hat sich Ende Mai in Ascona auf die Euro vorbereitet – im noblen Fünfsterne­hotel Giardino.

«Die Jogi-Elf sorgte für viel Aufmerksamkeit in den deutschen Medien», sagt Tourismusdirektor Elia Frapolli (35) zu BLICK. Zudem hat die Sendung «ZDF-Fernsehgarten» des Zweiten Deutschen Fernsehens gleich drei Folgen aus dem Tessin gesendet – und so Hunderttausende Zuschauer erreicht.

«Diese mediale Präsenz und speziell auf deutsche Gäste ausgerichtete Werbekampagnen zahlen sich nun aus», sagt Frapolli.

Das Tessin ist auch der Nutzniesser von Terroranschlägen, etwa jenem in Nizza (F). «Die Gäste wollen südliche Destina­tionen mit mediterranem Klima, haben aber auch ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Da sind wir gut posi­tioniert», sagt Frapolli.

In den letzten Jahren habe man viel in die touristische Infra­struktur investiert. Einen weiteren Schub erhofft er sich vom neuen Gotthard-Basistunnel. «Es wäre aber falsch, sich darauf zu verlassen, dass die Touristen nur wegen des Tunnels in Scharen kommen», sagt Frapolli. «Wir müssen deshalb weiter am Ball bleiben.»

Publiziert am 07.10.2016 | Aktualisiert am 08.10.2016
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10 Kommentare
  • Benedikt  Richter aus Bern
    08.10.2016
    Viele Hotels im Tessin haben die Zeit
    verpasst zu investieren.
    Veraltete Zimmer zu hohe Preise.
    Nein das brauch ich nicht.
    In Acona gibts Hotels, da kostet eine Beesenkammer Fr. 180.00
    und mehr.
    Ausgestattet wie vor dreissig Jahren.
    Mit Luxus hat das nichts zu tun.
    Eher reiner Abriss, und da wundert sich das Gastgewerbe/ Hotelliers.
  • Basil Balensis  08.10.2016
    Kann man in der Schweiz Ferien machen? Bis jetzt dachte ich, hier kann man nur schwerrverständlich in Hotels und Restaurants, eine Bestellung aufgeben, teure Rechnungen bezahlen, Hotels mit überrissenen Preisen finden, in Staus am Gotthard seine Zeit verbringen und vorallem unfreundliches Personal erleben. Also im Tirol, an der Ost- und Nordsee bekomm ich für das gleiche Geld fast das doppelte und meistens auch noch einheimisches Personal.
  • Sevi  Brunner , via Facebook 08.10.2016
    Genau - die Deutschen kamen ins Tessin wegen dem ZDF-Fernsehgarten. Einen grösseren Seich habe ich noch selten gelesen, nicht mal im Blick :-D
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      08.10.2016
      Sicherlich kamen einige extra wegen dem ZDF- Fernsehgarten ins Tessin.
      Aber der Tourismusdirektor spricht damit die Gratiswerbung fürs Tessin in Deutschland an.
  • Anna  Rusch 08.10.2016
    Wenn in der Schweiz der Tourismus mit Fussballmannschaften und Bärenpark (Arosa) gerettet werden will, dann sind wir wirklich arm dran! Die Natur und die Erholung muss vermarktet werden, mit Freundlichkeit und angepassten Preisen, dass ist unsere Zukunft und unser Trumpf!!
  • Daniela  Ponti 08.10.2016
    An eine grosse Zukunft des Schweizer Tourismus glaube ich nicht. Es gibt viele gleichwohl schöne Destinationen anderswo. Aber vor allem kriegt man dort fürs Geld mehr. Und höchstwahrscheinlich auch freundlichere Leute zu Gesicht.
    • Reese  Santus 08.10.2016
      Da kann ich ihnen nur teilweise recht geben. Wir wurden von den Tessinern immer überaus freundlich aufgenommen aber die Preise ziehen einem teilweise ja die Socken aus.