
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Für die SVP geht es um alles oder nichts. Und darum richten sie auch mit der grossen (Holz-)Kelle an – in der Form eines Trojanischen Pferds. 5 Tonnen schwer und 8 Meter hoch. Das zogen ein paar SVP-ler in Bundesrats-Masken auf den Bundesplatz.
Dann – eben wie in der griechischen Sage – seilten sich ein paar junge Menschen aus dem Pferd ab. Auch sie trugen Masken. Diesmal nicht von Bundesräten, sondern von Terroristen wie Osama Bin Laden und Mohammed Atta, der am 11. September 2001 eines der Flugzeuge in die Twin Towers in New York gesteuert hatte.
Die Message dahinter: Der Vertrag von Schengen erinnere an ein Trojanisches Pferd, mit dem die arglosen Trojaner die Griechen in ihre belagerte Stadt eingelassen hätten, so SVP-Präsident Ueli Maurer, der selbstverständlich auch vor Ort war. Er täusche ein Sicherheitsprojekt vor, sei in Wirklichkeit aber «die entscheidende Weichenstellung zum EU-Beitritt», so Maurer.
Anders als in der griechischen Sage soll es bei diesem Pferd nicht bei einem einzigen Auftritt bleiben – im Gegenteil: Das Pferd tritt eine Reise durch die Schweiz an und soll den Souverän «vor dieser Kriegslist» warnen. Danach darf es vielleicht sein Gnadenbrot in einem Kinderheim fristen – «als Zeichen der Freiheit».