Mit Brille gegen Brunner & Co.

  • Publiziert: 09.06.2008, Aktualisiert: 20.01.2012

BERN – Die von der SVP Schweiz ausgeschlossene SVP Graubünden sowie Berner SVPler werben für Unterstützung. Schlecht weg kommt die Partiespitze um Toni Brunner.

Das «Internet-Fernsehen der liberalen SVP Bewegung» zeigt Szenen aus den vergangenen Monaten, kommentiert aus Sicht der SVP Graubünden. Gefährlich werde es, wenn andere Ansichten nicht mehr toleriert würden, heisst es etwa im Kommentar.

Dazu werden prominente Exponenten der SVP Schweiz gezeigt. «Wo ist die demokratische Toleranz und Freude am Politisieren geblieben bei gewissen Leuten?», fragt die Kommentatorin. Eingeblendet: Toni Brunner.

Man habe die Nase voll von der «arroganten Art des Zentralvorstands», heisst es. Mit dem Video werben die abtrünnigen Vertreter der SVP Graubünden und Bern also für die geplanten neuen Parteien.

Die ausgeschlossene SVP Graubünden werde dort weiter politisieren, wo sie sei, nur mit neuem Namen und neuen Statuten, sagt Interimspräsident Ueli Bleiker. Die neue Partei werde «leicht rechts der FDP» stehen.

Es gehe darum, das Gedankengut der Gründungsväter der SVP weiterzutragen, sagt der Berner Grossrat Heinz Siegenthaler.

Die für einen Austritt der SVP Bern benötigte Zweidrittelsmehrheit könne zustande kommen, wenn die SVP Bern bis zum Entscheid noch neue Mitglieder erhalte, die den Austritt befürworteten. «Wir bekennen uns ganz klar als Regierungspartei und nicht als Oppositonspartei», so Siegenthaler.

Er rief alle Berner auf, bei der bernischen SVP Mitglied zu werden, damit die notwendige Zweidrittelsmehrheit in der Delegiertenversammelung erreicht werden könne. (SDA/gux)

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