Mit Blogger Leuenberger tratschen

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Thomas Benkö

ZÜRICH – Er ist der meistgelesene Blogger der Schweiz. Jetzt macht Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) den Schritt aus der Virtualität und trifft am «Blogcamp 3.0» seinesgleichen.

Es ist quasi ein Treffen mit dem Meister-Blogger: Am kommenden Freitag treffen sich die Schweizer Blogger zum «Blogcamp 3.0» im Zürcher Technopark. Und dort werden sie mit dem Medienminister und Blog-Autor Moritz Leuenberger im Rahmen des «Tags der Informatik» zusammentreffen.

«Herr Leuenberger wird ab 16 Uhr für einen Meinungsaustausch mit anderen Bloggern anwesend sein», sagte sein Sprecher Matthias Brühlmann heute gegenüber Blick am Abend.

Blick am Abend fragte bei Bundesrat Moritz Leuenberger nach.

Wieso geht man als Blogger ans Blogcamp? Sind reale Treffen bei einem virtuellen Medium nötig?
Bundesrat Moritz Leuenberger: «Ich erhielt eine Einladung und ich geh schnell vorbei, eine Art Stippvisite. Ich bin Kommunikationsminister und als solcher bin ich neugierig.»

Das ist das dritte Blogcamp. Wieso haben Sie an den ersten beiden nicht teilgenommen – und an diesem schon? Was ist anders?
Bundesrat Moritz Leuenberger: «Aller guten Dinge sind eben drei.»

Über was werden sie am Blogcamp reden?
Bundesrat Moritz Leuenberger: «Weiss ich noch nicht. Ich lass mich vom Augenblick überraschen.»

Schweizer Blogs sind im Allgemeinen viel weniger politisch als in den USA. Woran liegt das? Muss das ändern; oder reicht es, wenn Blogger über neue Features beim iPhone berichten – und die grossen Themen aussen vor lassen?
Bundesrat Moritz Leuenberger: «Viele Entwicklungen setzen in der Schweiz verzögert ein. Immerhin betreiben bereits Gemeinden, politische Parteien und auch Zeitungen Blogs. Es ist auf jeden Fall eine Verkennung der künftigen Bedeutung des Blogs, wenn immer nur die lächerlichen Beispiele genannt werden, obwohl es diese auch gibt, wie übrigens auch bei Zeitungen und Radiosendern.»

Sie sind nach Monaten/Jahren immer noch der einzige bloggende Bundesrat. Gibts keine Nachahmer? Wäre es für Samuel Schmid nicht die ideale Plattform, seine Sicht der Dinge darzulegen?
Bundesrat Moritz Leuenberger: «Jeder drückt sich so und dort aus, wie es ihm behagt. Ich kenne auch Politiker, die benutzen weder Mail noch SMS und können sich dennoch bemerkbar machen.»

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