Der AHV-Chef sieht blau! Mit 50 Liter Bier pro Tag die Renten retten

  • Publiziert: 18.12.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Der höchste Sozialversicherungs-Beamte des Landes weiss, was es braucht, damit die AHV nicht austrocknet: kräftig eins hinter die Binde.

Wenn einer weiss, wie es um die AHV steht, dann er. Yves Rossier ist Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV. Kürzlich zeigte er in einer Fachzeitschrift auf, welche Unmengen an Geld die AHV Jahr für Jahr verschlingt.

Dazu stellte er einen ungewöhnlichen Vergleich an. Weil die Altersvorsorge von Alkohol- und Tabaksteuer profitiert, rechnete er vor, wie viel Bier jeder Schweizer pro Tag trinken müsste, um dadurch die AHV zu finanzieren.

Es ist eine ganze Menge. Mehr, als selbst der grösste Schluckspecht tilgen kann: Laut Rossiers Berechnungen müsste jeder Einwohner in 24 Stunden 50 Liter kippen!

Will der Beamte, dass sich die ganze Schweiz zum Wohl der AHV um Kopf und Kragen säuft?

In der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» erklärt er: «Es ist genau das Gegenteil.» Er wolle damit aufzeigen, dass Steuern wie Alkohol- oder Tabaksteuer die Sozialversicherungen nicht retten können.

Alternative: 15 Franken mehr für den Liter Benzin

So würde auch eine CO2-Steuer zu Gunsten der Sozialversicherungen am Ende nur dazu führen, dass wir am Ende zu Fuss und mit dem Velo unterwegs wären. «Aber wir würden keinen Rappen mehr einkassieren», sagt Rossier.

Denn man müsste «den Benzinpreis pro Liter um 15 Franken erhöhen, um die 123 Milliarden zu decken, die wir den Sozialversicherungen jedes Jahr zuteilen», so der Bundesbeamte. (noo)

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