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Moschee-Spion Claude Covassi will nächstens vor der Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments beweisen, dass der Inlandgeheimdienst den Leiter des Genfer Islamzentrums mit illegalen Methoden hereinlegen wollte (siehe Box).
Doch zuerst enthüllt er noch weitere brisante Details. 2004 soll der DAP der Genfer Spezialpolizei BRIS den Auftrag gegeben haben, die Besucher des Genfer Islamzentrums zu fotografieren. Die Cops bezogen zu diesem Zweck extra eine Wohnung vis-à-vis. Drei Monate lang. Die Bildli präsentierten die Schlapphüte darauf Covassi, zwecks Identifizierung. Der Moschee-
Spion mokiert sich: «Sie waren nicht mal fähig, Mourad Dhina zu identifizieren.»
Dhina, ein international bekannter Extremist, wurde 2002 Leiter des Exekutivbüros der «Islamischen Heilsfront» (FIS) in Lausanne, die die algerische Regierung bekämpft. Damals verbot ihm der Bundesrat öffentlich, «von der Schweiz aus Gewalt-Propaganda zu betreiben».
Damit nicht genug: Der Auslandgeheimdienst wollte Covassi im Januar 2006 für eine Spionagemission nach Afrika schicken. Das Ziel der Mission gemäss Covassis Projektunterlagen «Mission 06 Niger/Sudan»: «Annäherung vor Ort an Aktivisten, um Informationen über ihr Netzwerk in der Schweiz und Europa zu erhalten.»
Wenn diese und alle weiteren Vorwürfe von Covassi stimmen, beginnt jetzt bei den Geheimdiensten das grosse Zittern. Grund: Covassis Rückreise von Kairo in die Schweiz steht kurz bevor. Sein Handy hat er bereits ausgeschaltet. «Weil man mich sonst leicht lokalisieren kann.»
Eine Lokalisierung fürchtet er auch durch radikale Islamisten. Dies, nachdem behauptet wurde, er arbeite für den israelischen Geheimdienst Mossad. Covassi: «Das ist absurd. Schon wegen der ethnischen Säuberungsaktionen Israels gegen die Palästinenser würde ich nie mit dem Mossad zusammenarbeiten.»
Moschee-Spion Claude Covassi (Babylone).- Beat Kraushaar