Wegen intimer Details Geheimprozess gegen Pauls Peiniger!

DÜSSELDORF - In Düsseldorf läuft heute der Prozess gegen Werner C.* (35), der zugegeben hat, im Juni den Solothurner Buben Paul mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Doch die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.

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Der Angeklagte, ein gelernter Koch, muss sich ab 9.30 Uhr vor dem Düsseldorfer Landgericht wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs verantworten. Für den Fall sind drei Verhandlungstage angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen neben Kindesmissbrauch auch den Besitz von Kinderpornografie vor (BLICK berichtete).

Kaum im Gericht stellten die Anwälte von Täter und Opfer den Antrag, dass die Presse den Saal verlassen muss. Grund: Während des Prozesses werden intime Details bekannt.

Das Gericht folgte dem Antrag. «Wenn der persönliche Lebensbereich betroffen ist, kann die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. In diesem Fall überwiegt das öffentliche Interesse nicht», sagt eine Sprecherin zu BLICK.

Auch nach dem Prozess wird es keine Informationen darüber geben, was Werner C. ausgesagt hat, was ihm genau vorgeworfen wird oder welche Strafe die Staatsanwaltschaft fordert.

Bloss das Urteil wird öffentlich sein. Jedoch auch ohne Begründung oder Details. (jvd/sas)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016

Der Fall Paul

Der Fall von Werner C. (35) und dem 12-jährigen Schweizer Paul ist ein Lehrbuchbeispiel für «Cyber Grooming». So nennen Experten die Umtriebe von Pädo-Kriminellen im Internet, um sich an Kinder heranzupirschen und ihr Vertrauen zu erschleichen. Gemeint sind die verbalen Streicheleinheiten in sozialen Netzwerken, hinter denen dunkle Absichten stecken.

Pädo-Falle Computerspiel

Werner C. trat mit Paul über das Onlinespiel Minecraft in Kontakt. Als Administrator gewährte er dem Kind Vergünstigungen beim Onlinespiel und gewann so schon bald dessen Vertrauen, wie die Ermittler in der Anklageschrift berichten.

Schliesslich soll er ihn im Juni in Härkingen SO getroffen und überredet haben, mit ihm nach Deutschland zu kommen. Zur Begrüssung soll der Angeklagte dem erstaunten Kind einen Zungenkuss gegeben haben.

15 Mal missbraucht

In Düsseldorf soll der Knabe bis zu acht Tage in der Gewalt des gelernten Kochs gewesen sein. Die Anklage listet in diesem Zeitraum 15 Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes auf.

Die Polizei in der Schweiz hatte bei der Suche nach dem verschwundenen Kind das deutsche Bundeskriminalamt um Hilfe gebeten. Ende Juni befreite eine Spezialeinheit den Knaben aus der Wohnung des Mannes in Düsseldorf. In der Untersuchungshaft legte der Düsseldorfer ein Geständnis ab. (SDA)

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