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Im Auftrag der Zeitung «reformiert» führte das Meinungsforschungsinstitut Isopublic bei 1000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz zwischen dem 25. März und dem 4. April eine Umfrage zur Minarett-Initiative durch. Dabei kam heraus, dass eine Mehrheit von 49 Prozent der Befragten gegen die Anti-Minarett-Initiative sind.
Die Ablehnung zieht sich durch alle Altersgruppen, Geschlechter und Konfessionen. Junge, Männer, Begüterte, Städter und Konfessionslose lehnen das Volksbegehren noch deutlicher ab als beispielsweise Frauen, die Landbevölkerung oder Menschen mit bescheidenem Einkommen.
Zuspruch erhält die Initiative hingegen vorwiegend aus SVP-nahen Kreisen. Wer etwa der SP nahe steht, lehnt die Initiative entschieden ab. FDP- und CVP-Wähler sind ebenfalls dagegen.
Als Gründe für ihre ablehnende Haltung geben über 40 Prozent das Recht auf Religionsfreiheit an. Gut 23 Prozent sind der Meinung, die Schweiz müsse in dieser Frage Toleranz zeigen, und jeder Achte hält die Initiative für unnötig, weil sie keine Lösung bringe.
Die Befürworter führen unter anderem ins Feld, dass Minarette nicht in die Schweiz passten oder dass islamische Länder den Bau christlicher Kirchen ebenfalls verböten. Auch die Angst vor zu grossem Einfluss des Islam wird genannt.
Bemerkenswert ist auch, dass von den Befragten 17 respektive 18 Prozent keine Gründe angaben, warum sie für oder gegen das Begehren sind. Die Abstimmung über die Anti-Minarett-Initiative findet frühestens im November statt. (SDA)
Mit Minarett: Die Zürcher Mahmud-Moschee.- Keystone