BERN – Ein unbekannter Hacker sabotiert eine Unterschriftenaktion der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz gegen die Minarett-Initiative.
Die «Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz» (GMS) hat im Vorfeld der eidgenössischen Volksabstimmung vom 29. November 2009 zusammen mit anderen Organisationen einen Aufruf für Religionsfreiheit und gleiche Behandlung aller Religionen lanciert.
Innert kürzester Zeit nach dessen Aufschaltung Ende letzter Woche auf www.minarettverbot-nein.ch wurde die Unterschriftensammlung laut GMS von über 400 Personen und Organisationen unterzeichnet. Auch unzählige Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben unterstützen die Aktion – darunter Altbundesrätin Ruth Dreifuss, Schriftsteller Charles Lewinsky und der Kulturschaffende Franz Hohler.
Doch dann spuckt ein dreister Hacker der Organisation in die Suppe. Der Unbekannte leitet sämtliche Aufrufe der Unterschriftenaktion direkt auf die Website der «Partei national orientierter Schweizer» (Pnos) weiter und verunmöglicht somit die Unterzeichnung.
Aber die GMS will sich nicht unterkriegen lassen. Es handle sich um eine «üble Aktion», eine Behinderung der freien Meinungsäusserung, die entschieden zu verurteilen sei, schreibt die GMS. Die Fortsetzung des Bestrebens sei die einzig richtige Antwort auf so eine Tat.
Die Website der GMS mit dem Aufruf und der Möglichkeit, diesen zu unterzeichnen, ist per sofort wieder operativ. (sda/kpn)