Milliardär klagt an: «Ich bin ein Opfer der UBS»

  • Aktualisiert am 03.01.2012

WASHINGTON – Er klagt UBS, Kurer und Co. an: Der amerikanische Milliardär Igor Olenicoff wurde wegen Steuerbetrug verurteilt – und will jetzt 500 Millionen Schadenersatz.

Der amerikanische Milliardär Igor Olenicoff verklagt die UBS auf 500 Millionen Dollar Schadenersatz. Er ist überzeugt: «Ich bin das Opfer des Betrugssystems der UBS.» Das sagte Olenicoff heute der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens.

Olenicoff war 2006 von den US-Steuerfahndern festgenommen worden. Er wurde wegen Steuerbetrugs zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt und musste über 50 Millionen Dollar Steuern nachzahlen.

Oelnicoff streitet dies zwar nicht ab, schiebt aber die Schuld voll und ganz auf die UBS. Diese habe ihm versichert, sein Geld werde konform zu den US-Steuergesetzen verwaltet, so Olenicoff. «Die UBS hat ein doppeltes Spiel getrieben und mich in Verletzung des Bankgeheimnisses beim Schatzamt gemeldet», so Olenicoff weiter. Wissentlich habe er keinen Steuerbetrug begangen, behauptet Olenicoff.

Die Klage Olenicoffs, die bereits im September eingereicht worden war, richtet sich nicht nur gegen die UBS, sondern auch gegen Verwaltungspräsident Peter Kurer, UBS-Banker Bradley Birkenfeld sowie gegen sieben weitere UBS-Banker.

Die UBS reagierte mit einer schriftlichen Stellungsnahme auf diese Vorwürfe. Die Bank weist die Vorwürfe entschieden zurück: «Die UBS erachtet diese Klage und die erhobenen Vorwürfe als völlig unbegründet und wird sie energisch bekämpfen.» (gux)

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