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Welche Dimensionen diese Kinder-Pornografie hatte, zeigt sich schon an den Zahlen: Polizei-Einheiten in Österreich, Deutschland und in der Schweiz durchsuchten 178 Wohnungen. 22 Personen wurden festgenommen.
Auch Schweizer betroffen
Auch sieben Schweizer sind ins Visier der Behörden geraten, wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) heute bestätigte. Drei der Betroffenen leben im Kanton Zürich, zwei im Aargau, je einer in Basel-Stadt und Bern.
Die Bundeskriminalpolizei habe die ihr vorliegenden Informationen an die Kantone weitergeleitet, erklärte Eva Zwahlen vom fedpol. Im Kanton Zürich erfolgten daraufhin drei Festnahmen, eine davon in der Stadt Zürich.
Ein Sprecher der Zürcher Kapo sagte, es seien Datenträger sichergestellt worden. Nähere Angaben machte er aufgrund des laufenden Verfahrens nicht. Auch im Aargau und in Bern sind die Abklärungen noch im Gang.
Beschlagnahmung in Basel
In Basel wurde bei einem 57-jährigen Schweizer «umfangreiches einschlägiges Material» sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Der PC sei beschlagnahmt worden. Das Verfahren nehme seinen Lauf, ein Haftgrund liege aber nicht vor.
«Operation Geisterwald»
Die konzertierte Polizeiaktion «Operation Geisterwald» richtete sich gegen ein deutschsprachiges Pädophilen-Forum im Internet, das mittlerweile geschlossen wurde.
«Star des Forums» war laut dem österreichischen Bundeskriminalamt (BK) der 41-jährige Wiener, der durch besonders aggressive Ausdrucksweise aufgefallen sei. «Er beschrieb auf abscheuliche Weise den Missbrauch seiner zehnjährigen Stieftochter», sagte Harald Gremel vom BK.
Der Wiener hatte in dem Forum seine Taten jeweils angekündigt und geschildert, was er am Abend mit dem Mädchen vorhabe. Am nächsten Tag stellte er Aufnahmen von dem Missbrauch ins Netz. Der Mann – Vater dreier eigener Kinder – sitzt bereits seit Mai in Untersuchungshaft.
Übelkeit beim Betrachten der Bilder
Bei der Einvernahme gab der Mann an, beim Betrachten der Bilder sei ihm selber schlecht geworden. Er sei angestiftet worden von den anderen Mitgliedern des Forums.
Die Mutter des Kindes will vom Missbrauch nichts mitbekommen haben. Sie räumte aber ein, es sei ihr komisch vorgekommen, dass der Mann mit ihrer Tochter in einem Zimmer schlief und dieses auch abgesperrt habe. (SDA/snx)