Tunesier rasten aus Messer-Attacken in Asyl-Heimen

  • Publiziert: 31.08.2011, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN - In Chiasso ist die Situation bereits eskaliert. Gestern kommt es in anderen Asylbewerber-Unterkünften zu gewaltsamen Ausbrüchen zwischen Tunesiern.

Das Aufnahmezentrum Foral an der Schönbühlstrasse in Chur GR: Gestern Abend bricht ein Streit zwischen Tunesiern aus. Zuerst fallen wüste Worte, dann zückt einer der Männer ein Messer, sticht auf seinen Gegner ein.

Zwei gegen einen


Ein dritter Landsmann behändigt ebenfalls ein Messer, greift damit das gleiche Opfer an. Ein vierter Anwesender geht jedoch dazwischen und kann Schlimmeres verhindern, indem er das Messer zu Boden wirft.

Jemand alarmiert die Polizei. Einer der beiden Angreifer kriegt es daher mit der Angst zu tun: Er geht in die Küche und springt aus dem Fenster. Bei der Landung bricht sich der Tunesier beide Fersen.

Da alle drei Beteiligten bei dem Streit verletzt werden, besteht die Gefahr, dass die Lage im Spital erneut eskalieren könnte. In die Notfallaufnahme des Kantonsspitals Graubünden müssen daher zwei Patrouillen mit, um die Situation unter Kontrolle zu halten.

18-Jähriger will schlichten – verletzt


Auch in der Asylbewerberunterkunft in Birr AG sorgen Tunesier gestern für einen blutigen Streit. Ein 17-Jähiger und ein 25-Jähriger geraten sich gemäss den Erkenntnissen der Polizei in die Haare, worauf der Ältere ein Messer zückt und auf einen 18-Jährigen einsticht, der schlichten will.

Zwei der Beteiligten werden bei der Messerstecherei an den Beinen verletzt. Die Polizei verhaftet sowohl den mutmasslichen Angreifer wie auch den 18-Jährigen, der schlichten wollte. Grund: Die Beamten fanden eine möglicherweise gestohlene Kamera in seinem Zimmer.

Chiasso hat genug

Asylbewerber aus Tunesien sorgen schon seit mehreren Monaten für Negativ-Schlagzeilen. Weil Betrunkene aus dem Empfangszentrum in Chiasso die Stadt unsicher machen, wandte sich die Gemeinde mit einem Brief an Justizministerin Simonetta Sommaruga. Das Empfangszentrum solle raus aus der Stadt, so die Forderung.

Die Bundesrätin sprach sich darauf für Ausgangssperren und Rayonverbote aus. «Wir müssen für Ordnung sorgen», sagte sie. «Wer straffällig wird, gehört bestraft.»

Die Attacke auf einen Gemeindemitarbeiter im Stadtpark von Chiasso, mutmasslich durch mehrere Asylbewerber, hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. (noo)

EJPD-Vorsteherin Simonetta Sommaruga (Archiv) play Simonetta Sommaruga zur Asyl-Situation in Chiasso: «Wer staffällig wird, gehört bestraft.» (sda)

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Die niedergeschossene Spar-Filialleiterin «Es ist ein Wunder, dass...bullet

Schweiz