Merz: UBS schaffts ohne Geld vom Bund

  • Publiziert: 19.09.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Staatshilfe für Krisen-Banken? Ohne mich, sagt Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Der Finanzminister ist zwar besorgt über die Lage, hält die Schweizer Banken jedoch für gesund.

Es gebe keinen Grund, der UBS oder Credit Suisse zu Hilfe zu eilen, sagte Merz in einem Interview mit den Westschweizer Zeitungen «24 Heures» und «Tribune de Genève» vom Freitag. Die grossen Schweizer Banken verfügten über ausreichende Eigenmittel und würden von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) überwacht.

Die Lage in der Schweiz sei anders als in den USA. «Es handelt sich um ein amerikanisches Problem und es ist normal, dass die Regierung interveniert, um den Konkurs des ganzen Bankensystems zu verhindern», führte Merz aus.

In einem Katastrophenfall in der Schweiz müsste auch der Bundesrat rasch reagieren und den betroffenen Unternehmen oder den Bankensektor unterstützen.

Der freisinnige Bundesrat bedauerte das Schwinden ethischer Werte, die das Schweizer Bankensystem vor zwei Jahrhunderten begründeten. Persönlich befürwortet der Finanzminister die von der EBK geforderte Eigenmittelerhöhung der Banken. (SDA)

play Gibt sich immer noch gelassen: Finanzminister Merz. (Reuters)

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