«Meili ist ein stinkendes Aas»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Gabriela Battaglia

ZÜRICH – Hallo, da bin ich wieder! Diesmal trägt Rächer Meili sogar Schwarz. Auf YouTube reitet er eine neue Attacke gegen die Famiglia. Sein Ex-Schwiegervater kocht.

Giovanni I.* kann sein südländisches Temperament kaum bändigen. «Er ist ein stinkendes Aas», schnaubt er auf Sizilien ins Telefon. «Er hat meine Tochter misshandelt.»

Da fliegen aber ganz schön die Fetzen zwischen Ex-Schwiegervater und Ex-Schwiegersohn. So was kommt selbst in den besten Familien nicht vor.

Das Rächer-Video von Christoph Meili (39). Die Familie seiner Ex Giuseppina ist ausser sich. Gestern zeigte BLICK, wie sie Meili im Internet als Sozialschmarotzer bezeichnet. Behauptet, «Giusis» Papa habe in der Schweiz nur ein Jahr gearbeitet, dann die IV abgezockt.

«Eine absolute Frechheit», wettert Giovanni I. «Ich habe 12 Jahre lang gearbeitet. Bis ich wegen dem Staub der Maschinen an der Lunge erkrankte und teilinvalid wurde.»

Meili hat schon ein neues Video auf YouTube geschaltet. «Das erste Video hat offenbar eingeschlagen», spricht er im schwarzen Pulli in die Kamera. Und versichert: «Ich möchte das hier relativ sauber halten.»

Es gelingt ihm nur kurz. Dann gehen die Pferdchen mit ihm durch. Wieder reitet er eine Attacke. «Meine Ex-Frau lügt.» Ihr Vater schulde ihm noch immer 12500 Franken.

Giovanni I. ringt um Luft: «Ich habe von diesem erbärmlichen Kerl niemals Geld bekommen – keine einzige Lira.»

Im Gegenteil. «Wir haben ihn hier in Sizilien jedes Jahr in den Ferien verköstigt – mit gutem Essen und Trinken.»

Und jetzt zahlts ihm Meili so zurück. Wieso tut er das?

In seinem zweiten Rache-Video gibt er gleich selber die Antwort: Er wolle zeigen, «was wirklich gelaufen ist». Dann fordert er die Leute auf, ihm zu schreiben. Ein Fehler.

Bis gestern Abend reagierten über 100 BLICK-Online-User. Nicht so, wie sich das der einsame Rächer in Los Angeles wohl gedacht hat.

«Der Verräter hat bekommen, was er verdient!», heisst es etwa. Oder: «Das ist wirklich unterste Schublade, dass man seine Eheprobleme via YouTube verbreiten muss.»

Doch Meilis Video-Rundumschlag trifft noch andere. Auch die UBS kommt an die Kasse. «Der gehts offenbar nicht mehr so gut», sagt der Ex-Wachmann hämisch. 1997 rettete er Holocaust-Akten vor dem Schredder und löste eine Prozesslawine gegen Schweizer Banken aus.

Die Krise der UBS ist offenbar eine Genugtuung. Der Gernegross behauptet tatsächlich: Er und US-Anwalt Ed Fagan hätten vor der UBS gewarnt.

Meilis Ex-Schwiegervater auf jeden Fall langts. Zu BLICK sagt Giovanni I.: «Genug ist genug – wir wollen von ihm
absolut nichts mehr wissen.»

*Name der Redaktion bekannt

Bankenvergleich: 1 Milliarde ausbezahlt

NEW YORK – Vom 1,25 Mrd. (1,35 Mrd. Franken) schweren Bankenvergleich des Jahres 1998 sind bislang knapp eine Mrd. Dollar (1,08 Mrdf. Franken) ausbezahlt worden. Dies geht aus einer Statistik des zuständigen New Yorker Gerichts hervor.
Demnach wurden 985248987 Dollar an insgesamt rund 433000 Antragsteller angezahlt.

Mit dem Bankenvergleich war im August 1998 der Streit zwischen der Schweiz und jüdischen Organisationen beigelegt worden. Es ging um die Einbehaltung nachrichtenloser Vermögen von Holocaustopfern durch Schweizer Banken. Die Grossbanken UBS und CS zahlten 1,25 Mrd. Dollar in einen Fonds, wofür alle Klagen fallen gelassen wurden. (SDA)

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