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Kommt die Bündner Sektion der Aufforderung nicht nach, soll sie aus der SVP Schweiz ausgeschlossen werden, droht die Mutterpartei. Auch darin erhält sie Schützenhilfe von der Mehrzahl der kantonalen Sektionen.
Klar für den Parteiausschluss von Widmer-Schlumpf und allenfalls der Sektion Graubünden sind die Kantonalparteien von Zürich, Genf, Tessin, St. Gallen, Aargau, Luzern, Schwyz, Obwalden, St. Gallen, Wallis und Baselland. In die gleiche Richtung stossen die Sektionen von Nidwalden, Uri und Zug.
Noch nicht offiziell entschieden haben einige weitere Sektionen. Meistens aber empfehlen die Vorstände, der Mutterpartei zu folgen: so in den Kantonen Basel-Stadt, Schaffhausen, Thurgau, Neuenburg, Waadt und Jura.
Berner SVP schert aus
Als einzige scherte bisher die Berner Kantonalpartei aus. Deren Vorstand sprach sich gegen einen Ausschluss der Bündner Sektion aus der SVP Schweiz aus. Man lehne jegliche Form von Druck, Drohungen und Zwang ab, heisst es in einem Positionspapier. Die Delegierten der Berner SVP werden am 29. April darüber befinden.
Die Geschäftsleitung der SVP Graubünden widersetzt sich dem Ultimatum, Widmer-Schlumpf auszuschliessen. An diesem Mittwoch findet unter Anwesenheit von Widmer-Schlumpf die DV der Bündner SVP statt. Eine Abstimmung über den Beschluss der Geschäftsleitung ist nicht vorgesehen. Traktandiert ist eine Diskussion zum Thema.
Gegen den Beschluss des Vorstands der SVP Schweiz können bis am 4. Juli Rekurse eingereicht werden. Am Tag darauf findet die Delegiertenversammlung der Mutterpartei statt. (SDA)