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Kurz vor den Feiertagen schnürte der Bundesrat noch ein Milliardenpaket für den Ausbau des Strassen- und Schienenverkehrs. In den nächsten 20 Jahren sollen bis 32 Milliarden Franken investiert werden.
Doch kaum wurden die Pläne bekannt, geht das Gerangel ums Bezahlen los. Der Plan für den Ausbau des Strassennetzes die Mineralölsteuer um drei Rappen/Liter zu erhöhen, stösst auf Widerstand.
Gegenwehr dürfte es auch bei der Finanzierung der Bahn geben. Der Bundesrat schlägt vor, den Ausbau der Bahn mittels Schwerverkehrsabgabe LSVA zu finanzieren. Das passt den Kantonen nicht, die aus diesem Topf weniger Mittel erhalten würden. Oder via Billettpreis, was den VCS stört.
Doch genau dort will SBB-Chef Andreas Meyer ansetzen. In einem Interview mit der Berner Zeitung betont er: «Ich persönlich glaube, dass man nicht nur Geld von der öffentlichen Hand verlangen kann. Auch die Kunden werden ihren Beitrag leisten müssen. Ansonsten ist das System des öffentlichen Verkehrs 2030 praktisch nicht bezahlbar.»
Meyer erwartet bis 2030 eine Verdoppelung der Passagierzahlen. Deshalb sei ein Ausbau nötig. Tatsächlich sind auf einzelnen Strecken schon heute die Züge massiv überfüllt. Vielfach bleibt den Passagieren nur noch ein Stehplatz. Angesichts der Ticketpreise eine bittere Pille.
Deshalb scheint es fraglich, ob wirklich so viele Leute auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, wenn er noch teurer wird. (zum)