Staatsbesuch-Geschenk Medwedew und das Schwert der Erinnerung

  • Publiziert: 22.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

ANDERMATT – Gerührt hält Dmitri Medwedew das Präsent in den Händen: Das Schwert aus der Armee von General Suworow.

Der Urner Regierungsrat Josef Dittli hat sich nach dem Besuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in seinem Kanton begeistert gezeigt. Die Feier zu Ehren von General Suworow sei ein bewegender Moment gewesen.

Dittli sagte nach der Feier, dass Suworow für die Russen offensichtlich eine grosse Bedeutung habe. Die Ehrfurcht der russischen Gäste bei der Kranzniederlegung und bei der Rede Medwedews sei eindrücklich gewesen.

Der Urner Sicherheitsdirektor, der selbst in die Planung des Sicherheitsdispositivs des Staatsbesuchs involviert war, war aber auch begeistert von seiner persönlichen Begegnung mit dem russischen Präsidenten. Der habe sich, nachdem er in Andermatt gelandet war, auch kurz Zeit genommen, um mit den Vertretern der Urner Regierung einige Worte zu wechseln.

Auf ein Pläuschchen mit dem Metzger

Auch mit dem Andermatter Metzger Ferdi Muheim, der sich um den Unterhalt des Suworow-Denkmals kümmert, habe Medwedew gesprochen.

Das Gespräch mit Medwedew sei sehr angenehm und der Präsident selbst zuvorkommend gewesen, so Dittli. Die Urner Regierung schenkte dem Kremlchef einen Stich mit dem Sujet der Schöllenenschlucht und gab ihm zudem ein Foulard mit Uristieren für seine Frau mit.

Nach der Gedenkfeier beim Suworow-Denkmal hat Bundespräsident Hans-Rudolf Merz den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zum Mittagessen auf ein Dampfschiff auf dem Vierwaldstättersee geführt.

Nach der Kreuzfahrt, die in Brunnen SZ endete, sah das Programm für den Präsidenten den Besuch des Bundesbriefmuseums in Schwyz vor. Hier wurde Medwedew ein Säbel von General Suworow geschenkt. Suworow hatte diesen im Zweiten Koalitionskrieg (1799-1801) im unwegsamen Gebiet der Schöllenenschlucht im Kampf gegen die Franzosen verloren. Entsprechend gerührt war Medwedew ob dieser Rückgabe.

Mit der Besichtigung der historischen Dokumente fand der Staatsbesuch dann auch bereits sein Ende: Heute Nachmittag verlässt Medwedew in der russischen Präsidentenmaschine die Schweiz. Er fliegt nach New York zu einem Treffen mit den Führern des G20-Staaten und zur Uno-Vollversammlung. (SDA)

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