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Sorgenfalten: Ueli Maurer.- Keystone
Wir erinnern uns: Am 10. Dezember 2008 schaffte es Ueli Maurer auf den Thron des Bundesrates – hauchdünn vor Hansjörg Walter. Das hinderte den SVP-Hardliner nicht daran, wenig später sein erklärtes Ziel in die Mikrofone zu diktieren: «Ich will die beste Armee der Welt!»
In einer Woche ist Maurer 100 Tage im Amt. Heute informierte er über seine bisherige Amtszeit. Dabei musste er einräumen: Die Mängel der Armee sind teilweise schwerwiegender, als er erwartet hat.
Die Armeeumbauten hätten zu einem Reformstau geführt. Es sei zu viel in den Trichter gestopft worden, sagte der Verteidigungsminister. Es brauche noch 4 bis 5 Jahre.
«Wir haben den Überblick verloren», sagte Maurer. Zu vieles in den 1000 laufenden Projekten sei «nur angedacht und nicht durchgedacht». Die Führungsstrukturen müssten vereinfacht, die aufgeblähten Stäbe reduziert werden.
Wichtigste Probleme im ersten Jahr seien die EDV-Systeme zur Führungsunterstützung der Armee, die Logistikbasis, die Führungsstrukturen und die Ausbildung. Auf personelle Wechsel will Maurer verzichten. Seine Mitarbeiter seien motiviert und leistungsbereit.
Trotzdem: Die Armee sei nicht so schlecht, wie sie von der SVP dargestellt werde. Jedoch könnten von 20 Infanteriebataillonen aber nur deren 5 sofort kriegstauglich ausgerüstet werden, sagte er.
Doch wie will er sein Ziel, die beste Armee der Welt zu formen, erreichen? Am Tag der Wahl sagte Maurer noch im BLICK-Interview: «Ich brauche da gerne ein Sprichwort: Ideale sind wie Sterne. Man kann sich an ihnen orientieren, aber man kann sie nie erreichen.» Aha. (num/SDA)