Maurer sieht Schweiz als «pubertären Teenager»

  • Publiziert: 01.08.2005, Aktualisiert: 03.01.2012

VORDERTHAL SZ – SVP-Präsident Ueli Maurer fordert die Schweiz am 1. August zu einer «mutigen Kehrtwende» auf. Nur ausserhalb der UNO und der Partnerschaft für den Frieden könnten Sicherheit und Wohlfahrt des Landes gewährleistet werden.

Maurer äusserte sich am Montagabend an der Bundesfeier der Schwyzer Gemeinde Vorderthal. In seiner zuvor publizierten Rede forderte er für die Schweiz eine «strikte Neutralität». Nur sie biete der Bevölkerung in einer verrückten Welt den bestmöglichen Schutz.

Ausgehend von den jüngsten Terroranschlägen in London, kritisierte Maurer die aktuelle Aussenpolitik der Schweiz. Wie «pubertäre Teenager» versuche die Schweiz, «herausgeputzt jemandem auf der Weltbühne zu gefallen». Er sprach dabei von «unsäglichen, unnützen, lächerlichen und vor allem gefährlichen Eskapaden».

Die Politik schaffe es nicht, die Alltagsprobleme zu lösen, sondern suche ihr Heil in internationalen Organisationen. Der Drang zu Internationalismus, zu grösseren und klangvollen Gebilden, habe die Eigenverantwortung in den Hintergrund gedrängt.

Der SVP-Präsident sieht auch zahlreiche Anstrengungen, die Macht des Volkes zu brechen, zu reduzieren oder gar als etwas Schlechtes darzustellen. Und die «umstrittene Antirassimus-Strafnorm» bringe nicht nur im Inland, sondern auch in der Aussenpolitik Probleme.

Als Gegenmassnahme empfiehlt Maurer der Schweiz, wieder aus der UNO auszutreten, die Mitarbeit in der Partnerschaft für den Frieden zu künden und keine Soldaten mehr ins Ausland zu schicken. Die Schweiz müsse sich wieder auf ihre Rolle des neutralen Kleinstaates beschränken.

play Ueli Maurer will aus internationalen Organisationen austreten. (Keystone)

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