Maurer sieht Bundesräte als Blinddarm

  • Publiziert: 27.02.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Mit ihnen will Ueli Maurer nichts mehr zu tun haben: Bundesrat Samuel Schmid und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. (Keystone)

BERN – Ueli Maurer hat genug von «seinen» Bundesräten. Und er fordert den Parteiausschluss von Schmid und Widmer-Schlumpf.

Harte Worte von Ueli Maurer: Der scheidende SVP-Parteipräsident Ueli Maurer will die Bundesräte Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf aus der Partei ausschliessen. Ein Neuanfang, namentlich mit Schmid, sei nicht mehr möglich: «Ich will sie einfach nicht mehr.»

Dass er den Ausschluss seinem Nachfolger überlasse, habe nichts mit ihm zu tun, sagte Maurer in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung». Das liege an den Fristen für ein rechtlich einwandfreies Verfahren.

«Es gilt den Beteiligten rechtliches Gehör zu gewähren», sagte Maurer. Es brauche Statutenänderungen, und diese müssten in der Partei einer Vernehmlassung unterzogen werden. «Möglicherweise reicht es nicht einmal, das Ausschlussverfahren bereits an der Delegiertenversammlung Anfang April durchzuführen.»

Maurer verglich «die Situation» mit einem Blindarm. «Wenn er zum Problem wird, muss man ihn entfernen, bevor er platzt», sagte er im Interview. (SDA/spj)

Ausschluss der Bundesräte

Der Zürcher Nationalrat Ueli Maurer tritt am 1. März als Parteipräsident der SVP ab. Sein Nachfolger wird der St. Galler Nationalrat Toni Brunner. Nach der Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher schloss die SVP den Berner Samuel Schmid sowie Blochers Nachfolgerin, die Bündnerin Eveline Widmer-Schlumpf aus der Bundeshausfraktion aus. Nun wird auch der Ausschluss aus der Partei gefordert. Dagegen stellen sich die Kantonalparteien Bern und Graubünden.
play SVP-Präsident Ueli Maurer und sein Nachfolger Toni Brunner (vorne). (Keystone)

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Die niedergeschossene Spar-Filialleiterin «Es ist ein Wunder, dass...bullet

Schweiz