Maurer: Chaoten-Visagen ins Internet!

  • Publiziert: 24.05.2009, Aktualisiert: 20.01.2012

BERN – Fanpass, Rayonverbote, Schnellgerichte, Veröffentlichung im Internet: Ueli Maurer stellt einen Strauss von Massnahmen gegen Fussball-Randalierer vor. Der SVP-Sportminister setzt auf knallharte Repression.

Die Schlacht um den Bahnhof Altstetten nach dem Klassiker FCZ–FCB, die Ausschreitungen nach dem Cupfinal, die Massenschägerei nach einem 1.-Liga-Spiel in St. Gallen: Bundesrat Ueli Mauer hat genug. «Hier darf man nicht mehr über Vorfälle mit Fussballfans sprechen, sondern hier haben wir es mit kriminellen Handlungen zu tun», sagt er gegenüber dem «Sonntag».Und stellte eine ganze Reihe von Massnahmen vor, mit denen er Druck auf die Chaoten ausüben will. Sie sollen sich nicht mehr jeden Samstag oder Sonntag ihre Vermummung über den Kopf ziehen, die Sau rauslassen und dann am Montag praktisch unbehelligt wieder die neue Woche beginnen können. Das sind die wichtigsten Punkte:Täter identifizieren: Täter müssen aus der Anonymität gerissen werden, so Maurer. Das Hooligan-Gesetz biete dafür die Gesetzesgrundlage: Datenbank, Rayonverbot, Meldeauflage, Polizeigewahrsam und Ausreisebeschränkung.Chaoten-Visagen ins Internet: Würden Fotos der Täter im Internet veröffentlicht, könnte der Arbeitgeber der Wochenend-Randalierer in Aktion treten. Am Sonntag mit Vermummung im Stadion und am Montag mit Krawatte im Büro – das dürfe der Chef nicht akzeptieren, so Maurer.Fanpass für die Anständigen: Aufwändig umzusetzende, aber durchaus erfolgsversprechende Massnahme gemäss Maurer. So könnten nur die anständigen Fans eines Vereins dessen Auswärtsspiele besuchen.Konsequente Gesetzes-Anwendung: Falls dies nicht genüge, müssten die Strafen verschärft werden. Maurer nennt hier England als Vorbild.Runder Tisch: Maurer unterstützt das gemeinsame, koordinierte Vorgehen gegen Gewalt im Sport aller beteiligter Gruppen: Bund, Kantone, Städte, Sportverbände. Schnellgerichte: In eigentlichen Verhaftungsstrassen könnten Chaoten gleich vor Ort überprüft und dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. In St Gallen werden solche Ideen bei Risikospielen zum Teil schon umgesetzt. (bih)Was halten Sie von den Ideen des Sportministers? Schreiben Sie uns!

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Die niedergeschossene Spar-Filialleiterin «Es ist ein Wunder, dass...bullet

Schweiz