Marke «Rocktober» gehört ihr Emmentaler Brauerei prüft Klage wegen Nazi-Konzert

WALTERSWIL - BE - Seit Jahren findet im Emmental das «Rocktoberfest» statt. Dass der Name nun für eine Neonazi-Veranstaltung missbraucht wurde, findet die Brauerei Napf gar nicht lustig. Ihr gehören die Rechte am Namen.

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«Rocktoberfest» - Emmentaler Brauerei prüft Klage wegen Nazi-Konzert play
Die Brauerei Napf verkauft an den Festivals teilweise spezielles «Rocktoberfest»-Bier. Brauerei Napf

«Rocktoberfest» hiess das Konzert, für das am Samstag Tausende Neonazis ins Toggenburg reisten. Ein Schock für die Emmentaler Brauerei Napf. Sie veranstaltet unter genau diesem Namen seit 2004 ein Rockfestival in Sumiswald BE, um dort ihr Bier zu vertreiben. Zudem vergibt sie Lizenzen an andere Festivals in der Schweiz, welche die Bezeichnung verwenden dürfen, wenn im Gegenzug das Bier der Napf-Brauerei verkauft werden darf. Vor einiger Zeit liess das Unternehmen die Bezeichnung «Rocktober» dafür markenrechtlich schützen. 

Gegen dieses Markenrecht hätten die Neonazi-Veranstalter mit ihrem Konzert im Toggenburg verstossen, sagt Martin Bühler, Geschäftsführer und Inhaber der Brauerei. «Wir haben lange abgewogen, ob wir überhaupt reagieren sollen.»

Aus Angst vor einem Image-Schaden wurde das Unternehmen schliesslich aktiv. Ein Markenanwalt sei eingeschaltet, sagt Bühler. Er prüfe nun, ob und wie rechtlich gegen die Veranstalter des Nazi-Konzerts in Unterwasser vorgegangen werden kann. (lha)

Publiziert am 21.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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4 Kommentare
  • Borrua  Sacha aus widnau
    21.10.2016
    In der Schweiz finden jährlich diverse Rockveranstaltungen im Oktober statt, die dann mit "Rocktoberfest" bezeichnet werden. Und das seit mehr als 30Jahren. Liebe Brauerei, erstens viel Spass beim Klagen und zweitens wird euer Bier durch "Schleichwerbung" im Blick auch nicht besser.
  • Urs  Hagen 21.10.2016
    Schön, dass wir nun auch wissen, dass es eine Napfbrauerei gibt. Was alles für Markenrechte registriert werden können frage ich mich ja echt.
  • W.  Friedli aus KTM
    21.10.2016
    Wir haben lange abgewogen, ob wir überhaupt reagieren sollen!!!
    Das ist ja zum lachen, dann ueberlegt noch eine weile was zu machen ist.
    Ein Markenanwalt sei eingeschaltet der prueft jetzt was zu machen ist. Was ist das fuer ein Markenanwalt ...................... Eigentlich ist es eine Gratiswerbung fuer die Bier-Brauerei Herr Martin Bühler. Sparen Sie sich den Markenanwalt.
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    21.10.2016
    Die übliche Methode um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Sehr beliebt auch bei Politikern, Promis, Parteien und Gurmenschenorganisationen.
    Man prüft eine Klage
    Passieren tut dann nichts weil nichts dabei rauskommen wird und man erreicht hat, was man erreichen wollte:

    Ein klein wenig Aufmerksamkeit!