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Die Wirtschaftskriminalität nimmt erschreckende Ausmasse an. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Beratungsunternehmens KPMG. Was ein ganz schlechtes Bild auf unsere Managerkaste wirft: Die Täter sitzen in den meisten Fällen in der Teppichetage.
Gemessen an der Deliktsumme von insgesamt einer Milliarde Franken verursachten die hohen Schlipsträger in 28 Fällen mehr als die Hälfte des Schadens (606 Mio. Franken). Demgegenüber ergaunerten Mitarbeitende auf tieferen Stufen in 17 Fällen eine Deliktsumme von gerade mal 20 Millionen Franken.
Verlockendes Vertrauensverhältnis
In verschiedenen weiteren Fällen sind Treuhänder, Notare und Vermögensverwalter zu Langfingern mutiert. Die Deliktsumme dieser Dritttäter belief sich auf insgesamt rund 260 Millionen Franken. Bei den meisten Fällen handelte es sich um Veruntreuungen (630 Millionen Franken). Danach kamen Betrug und Geldwäscherei (384 Millionen Franken).
Beim Verjubeln des geklauten Geldes waren die Langfinger durchaus kreativ: Die Liste reicht von Schönheitsoperationen über Glücksspiele bis hin zur Gewährung eines Hypothekardarlehens für Verwandte und Bekannte.
Im Finanzzentrum Zürich hatten die Gerichte naturgemäss am meisten zu tun: 20 Fälle von Wirtschaftsdelikten mussten sie behandeln. Darauf folgt die Ostschweiz mit 15 Fällen.
Pensionskassen als Hauptgeschädigte
Bei den Geschädigten handelt es sich meist um Investoren wie beispielsweise Pensionskassen. Sie beklagten zusammen mehr als die Hälfte der Schadenssumme (535 Millionen Franken). Doch auch kommerziell tätige Gesellschaften (217 Millionen Franken) sowie Finanzinstitute (214 Millionen Franken) zählen zu den Opfern. (SDA/hhs)
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