Luxus-Experiment abgebrochen Carlos sitzt! Festnahme mitten in Zürich!

Einsatzkommando griff am Freitag um 14 Uhr zu. Am gleichen Tag behauptete der Zürcher Justizdirektor: Übung geht weiter!

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Tatort Zürich, letzten Freitag, 14 Uhr: Gemäss BLICK-Recherchen ist Messerstecher Carlos (18) auf dem Weg zu ­einem Termin bei den Sozialbehörden, wo die neusten Fortschritte seiner Therapie besprochen werden sollen. Die Sonne scheint, der mehrfach vorbestrafte Gewalttäter mit Thaibox-Ausbildung schlendert entspannt vom Stauf­facherplatz Richtung Werd­strasse.

Plötzlich, direkt neben dem neuen Glashaus der «Tages-Anzeiger»-Redaktion, taucht ein schwer bewaffnetes, achtköpfiges Einsatzkommando der Stadtpolizei Zürich auf. Sein Auftrag: Unverzügliche Festnahme des gewaltbereiten Straftäters.

Gemäss BLICK-Informationen waren die Polizisten über Carlos’ Termin bei den Sozialbehörden informiert. Sie stellen ihm eine Falle. Und sie rechnen mit schwerer Gegenwehr.

Doch Carlos ist derart verdutzt über den Zugriff am helllichten Tag, dass er praktisch keinen Widerstand leistet. «Ohne Prellungen oder sonstige Verletzungen» sei die «Arretierung» des Messerstechers «gelungen», heisst es aus Kreisen der Stadtpolizei.

Statt Rindsfilet Gefängniskost

Der Sprecher der Zürcher Justizdirektion, Benjamin Tommer, bestätigt die Festnahme auf Anfrage. Zu den Details heisst es: «Kein Kommentar.» Kurz nach der BLICK-Anfrage veröffentlichte die Justizdirektion gestern Abend ein Communiqué zur Festnahme. Letzten Freitag, am Tag der Festnahme, hatte das Amt von Regierungsrat Martin Graf (Grüne) noch behauptet, dass im Fall Carlos «keine Sofortmassnahmen» geplant seien. Offenbar wurde der Befehl für die Festnahme jedoch direkt aus der Krisensitzung der Zürcher Oberjugendanwaltschaft erteilt (BLICK berichtete).

Nach der Festnahme landete der Messerstecher im Gefängnis Limmattal in Dietikon ZH, dem modernsten Knast des Kantons. Neben 48 Betten für erwachsene Straftäter bietet der Knast bis zu 24 Plätze für straffällige Jugendliche und eine «zeitgemässe Einrichtung mit optimalen Unterbringungs-, Arbeits- und Schulungsmöglichkeiten», wie es auf der Website heisst.

Das luxuriöse Leben ist für den Messerstecher vorerst vorbei. Statt Rindsfilet gibt es ab sofort Gefängniskost. Statt Armani-Deo für 47 Franken muss Carlos jetzt unter die Gefängnisdusche, «mindestens 2-mal pro Woche für mindestens 10 Minuten», wie es in der Hausordnung heisst. Und weiter steht dort: «Die Insassen sind verpflichtet, die ihnen zugewiesene Arbeit zu verrichten bzw. die Schule zu besuchen oder an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen.» Für den wöchentlichen Einkauf («Raucherwaren oder Toilettenartikel») dürfen «höchstens 70 Franken» verwendet werden, die Carlos mit Arbeit verdienen muss.

Mindestens eine Stunde pro Tag darf sich der Messerstecher im Spazierhof aufhalten. Auf Wunsch kann er auch den Fitnessraum benutzen. Hanteln auf dem Zimmer gibts allerdings nur mit Erlaubnis des Gefängnisdirektors.

Publiziert am 03.09.2013 | Aktualisiert am 02.09.2013
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158 Kommentare
  • Paula  Lustenberger aus Solothurn
    03.09.2013
    Der Fall Carlos zeigt folgendes: Die Kosten für Sondertherapie sind 30`000.- im Monat. Es sind Experten die so etwas erst möglich machen.Ihre Gehälter kosten unsere Gemeinschaft jeden Monat Hunderttausende.Welches Land auf dieser Erde braucht kriminelle wie Carlos und seine realitätsscheuen Helfer, welche schamlos unsere Gelder verludern.Der Knast kostet zwar auch viel, aber weggesperrte können nicht weiter delinquieren.
  • Andre  Bellmont aus Solothurn
    , via Facebook
    03.09.2013
    Alle, die eine solche Sonderbehandlung auf Kosten der Steuerzahler gutheissen sollten mit Carlos für lange Jahre in den Knast.

    Was für eine Kuschel-Justiz eine Schande für die Schweiz und eine Ohrfeige für die Steuerzahler.
  • Manfred  Eberling 03.09.2013
    Nun müssen nur noch die involtierten Advokaten hinter Schloss und Riegel!
    Sonst geht das Steuergeld verprassen ungehindert weiter!
    Denn diese "Herren" haben doch total den Verstand verloren!
  • marcel  klaus aus schmitten
    03.09.2013
    Verbrecherland Schweiz.
  • marcel  klaus aus schmitten
    03.09.2013
    Ein DON PEPE CARLOS kommt wieder raus. Die Hintertüre ist bereits offen. Ich trau dem Zeugs gar nicht.Wer schon.