Luftwaffe Beim Sustenpass sind Suchtruppen und Helikopter im Dauereinsatz

BERN - BE - Von der seit Montagnachmittag im Sustengebiet vermissten F/A-18 ist bis zum Dienstagvormittag keine Spur aufgetaucht. Seit dem frühen Morgen waren Helikopter und Suchtrupps zu Fuss im Dauereinsatz, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte.

Suche nach vermisstem F/A-18 Kampfjet dauert an play
Die F/A-18 ist noch immer verschollen. (Symbolbild) KEYSTONE/URS FLUEELER

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach dem Sturmtief kommt jetzt der Schnee Egon der Wüterich
2 Rund 150 Besucher bei Pnos-Fest Veranstalter kassieren eine Anzeige
3 Was die Bundeswehr kann, können wir schon lange Die Sex-Seminare der...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Auch über das Schicksal des Piloten des Einsitzers wurde nichts Neues bekannt, wie es in der Mitteilung hiess. Seine Familie sei verständigt worden, und Care-Teams der Armee stünden ihnen zur Seite. «Die Armeeführung ist in Gedanken bei ihnen», hiess es in der Mitteilung.

Schon am Montag ging die Luftwaffe davon aus, dass die F/A-18 Hornet mit grosser Wahrscheinlichkeit abgestürzt ist. Drei Helikopter der Armee und ein weiterer der Zürcher Kantonspolizei suchten seit dem dem frühen Morgen im Einsatz nach dem Piloten und dem Kampfjet.

Zwei Helikopter der Rettungsflugwacht standen ebenfalls bereit, hiess es in der Mitteilung. Zudem waren Patrouillen zu Fuss im Hochgebirge unterwegs, um die Maschine ausfindig zu machen. Laut VBS waren Gebirgsspezialisten der Armee im Einsatz. In der Nacht hatte die Suche wegen des Wetters teilweise eingestellt werden müssen.

Über dem Suchgebiet wurde eine Flugverbotszone eingerichtet, um die Rettungskräfte zu schützen. Kein Luftfahrzeug durfte in diese Sperrzone fliegen. Der Linienverkehr werde dadurch nicht beeinträchtigt, hiess es dazu bei der Flugsicherheit Skyguide. Der Luftpolizeidienst wurde ab 12 Uhr ab Emmen LU sichergestellt.

Das Suchgebiet befand sich nach Angaben von Reist auf mehr als 3000 Metern im Hochgebirge in der Nähe des Sustenpasses. Dort war das letzte Signal des vermissten Flugzeuges empfangen worden. Zur Grösse des Suchgebietes konnte Armeesprecher Daniel Reist keine Angaben machen.

Das Flugzeug, der Schleudersitz des Piloten und dieser selbst waren mit Sendern ausgestattet. Es müsse davon ausgegangen werden, dass alle diese Signalgeber derart zerstört seien, dass sie verstummt seien, sagte Reist. Wären die Sender noch intakt, würden sie am Tag nach dem Verschwinden noch Signale geben können.

Das vermisste Flugzeug war am Montag um 16.01 Uhr in Meiringen BE gestartet. Zunächst verlief der Funkverkehr normal, der Pilot meldete sich auf einen ersten Aufruf. Um 16.05 Uhr verlor die Einsatzzentrale dann den Kontakt zum Piloten, der sich auf einen zweiten Aufruf nicht mehr meldete.

Die betroffene Maschine war 15 Sekunden nach einer anderen gestartet. Geplant war ein Trainingsflug in der Patrouille: Die beiden F/A-18 sollten den Luftkampf gegen einen F-5-Tiger trainieren. Wegen einer Wolkendecke hatten die Piloten keinen Sichtkontakt und flogen nach Instrumentenflugregeln. (SDA)

Publiziert am 30.08.2016 | Aktualisiert am 30.08.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden