Wegen Minarett und Mode Longchamp kommt doppelt dran

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Politologe Claude Longchamp muss viel Kritik einstecken: Zuerst langt er bei der Minarett-Initiative daneben. Und nun auch noch im Kleiderschrank.

GfS-Chef Claude Longchamp unterrichtet, forscht, bloggt – und trägt dabei eine Fliege. Immer. So auch bei der Bekanntgabe seiner massiven Fehleinschätzung im Vorfeld der Minarett-Abstimmung. Dafür gabs schon Kritik.

Jetzt legten die Nationalkomiker Giacobbo/Müller nach: Für das eigenwillige Muster seiner Fliege und seinem Gilet gabs gestern in ihrer Sendung Häme und Spott. Es seien «alte Vorhänge», die der Politologe da vor den Fernsehkameras trage.

Mode ist bekanntlich aber Geschmackssache und darüber lässt sich nicht streiten. Über die Fehlprognose schon: Longchamp sagte eine Nein-Mehrheit von 53 Prozent voraus. Effektiv stimmten dem Minarett-Verbot 57 Prozent zu.

Moritz Leuenberger übte Kritik aus, ebenso wie Christoph Mörgeli. Auch der Interims-Direktor des SF, Ueli Haldimann, liess das katastrophale Ergebnis nicht auf sich sitzen und kündigte an, die Methodik des GfS untersuchen zu wollen. Diese will aber auch selber die Ursachen für die krasse Differenz zwischen Umfrage und Abstimmung untersuchen. Longchamps Outfit ist von der Untersuchung davon nicht betroffen. Zu beiden Punkten will das GfS aber gegenüber Blick.ch keine Stellung nehmen.

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