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Lohn-Limite für UBS-Banker

1 Million ist genug: Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer fordert, dass der Bundesrat die UBS-Löhne deckelt.

Von Matthias Pfander | Aktualisiert um 18:14 | 09.02.2009
Eins auf die Nase! Nicht mehr als 1 Million für Peter Kurer, fordert Susanne Leutenegger Oberholzer.
Eins auf die Nase! Nicht mehr als 1 Million für Peter Kurer, fordert Susanne Leutenegger Oberholzer.
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Selbst ohne Bonus verdient Peter Kurer, der Verwaltungsratspräsident der UBS, 2 Millionen Franken pro Jahr. Für SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer ist das nicht akzeptabel. «Der Bundesrat muss jetzt seine Verantwortung wahrnehmen und die UBS-Löhne beschränken», fordert sie.

Mit oder ohne Bonus: Die Verwaltungsräte und Manager der Bank sollen nicht mehr als 1 Mil­lion Franken pro Jahr erhalten.

In Deutschland funktioniert das so: Wenn eine Bank Staatshilfe ­anfordert, muss sie die Löhne deckeln. Kein Manager darf mehr als 500 000 Euro verdienen, das sind umgerechnet 740 000 Franken.

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz müsse das Gespräch mit der UBS-Spitze suchen und Druck ausüben, verlangt Leutenegger Oberholzer: «Wenn das nichts bringt, braucht es Nachverhandlungen zum Bundesbeschluss für die gesprochenen UBS-Milliarden.»

Als das Rettungspaket für die UBS letzten Oktober geschnürt wurde, machte sich Leutenegger stark dafür, die Milliarden für die Bank an Bedingungen bei Löhnen und Boni zu knüpfen. Diese Forderungen kamen nicht durch. Am Schluss wurde das Rettungspaket ohne solche Auflagen genehmigt. Jetzt, da die Boni und Löhne bei der UBS die Öffentlichkeit in Rage versetzen, lanciert sie die Forderungen neu.

Nächsten Montag trifft sich die Wirtschaftskommission des Nationalrats. Es ist vorgesehen, dass Bundespräsident Merz teilnehmen wird. Der Bundespräsident wird sich warm anziehen müssen. «Ich werde dafür sorgen, dass die Löhne und Boni bei der UBS zum Thema werden», sagt Leutenegger.

Mit einer parlamentarischen Initiative will sie zudem erreichen, dass im Bankengesetz eine obere Limite bei den Löhnen für Banken mit Staatsgarantie festgelegt wird. 1 Million, mehr gibt es nicht. Hält sich eine Bank nicht daran, soll ihr die ­Finanzmarktaufsicht die Lizenz entziehen.

Doch eine solche Gesetzesänderung dauert lange. Bis sie durch das Parlament ist, hat die UBS ihre nächsten Boni bereits bezahlt.

1 Mio Franken Lohn als oberste Grenze: Ist das okay?



Das sagen Blick.ch-Leser
Hans, Grabs - 14:19 | 03.02.2009
» Wer glaubt's? Böse gesagt spucken doch die Top-Banker dem Bundesrat und dem Volk vor die Füsse. Ihre Arroganz ist unerträglich.
Andi, Uster - 13:50 | 03.02.2009
» Andere Firmen müssen ihre Mitarbeiter entlassen. Die UBS bekommt Staatshilfe und schmeisst es den völlig überbewerteten Managern wieder in den Rachen. Skandalös, Merz ist ein Vertreter der Banken, der nichts im Bundsrat zu suchen hat. Dort soll er gefälligst das Volk vertreten und nicht ein paar priveligierte, völlig überbewertete Grossverdiener.
glubsch, bern - 13:23 | 03.02.2009
» es gibt sowieso kein mensch, dessen arbeitsleistung mehr als 1 mio. fr. wert ist.
Thomi, Baden - 12:56 | 03.02.2009
» Die genannten Saläre stammen aus dieser Zeitung. Sie wurden vor etwa 2 Wochen veröffentlicht. Es stand deutlich: der durchschnittliche Kundenberater verdient 140'000 (exkl. Boni). Sollten sich hier UBS-Kundenberater angesprochen fühlen, seit ihr vermutlich nicht im entsprechenden leistungsbereich angesiedelt.
thom di thom, Rapperswil - 12:52 | 03.02.2009
» Ist man erst glücklich wenn es die UBS nicht mehr gibt? Dieses Thematik kann nur global angegangen werden und die Schweizer haben im internationalen Vergleich vieles richtig gemacht. Aber was jetzt geschieht ist eine Hetzjagd. Würden die Politiker sich wirklich für das Volkswohl einsetzen, würden Sie alles unternehmen um den Finanzplatz Schweiz zu stärken. Wer als Gewinner aus dieser Krise hervorgeht, wird das grosse Geld einfahren. Die die das nicht wollen, können dann wieder mit Transparenten auf die Strasse gehen und nichts unternehmen. Wer noch immer glaubt die Welt sei gleich, sollte wirklich aufwachen. Noch sind wir im Wettbewerb; Wettbewerb dass der Starke überlebt. Das wird sich auch solange nicht ändern, solange es Menschen gibt.. Wer was anderes denkt oder glaubt ist ein selbstüberschätzender Ignorant und musste noch nie ums Überleben kämpfen. Die Frage stellt sich also, was will die Schweiz?
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