Sozialhilfe: Herr Gaddafi, Ihre Flüchtlinge kosten uns Millionen!
BERN – Seit mehr als einem Jahr hält sich der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi zwei Schweizer Geiseln. Wir hingegen verhätscheln hier seine Landsleute: Wir geben ihnen sogar Geld.
Von Georg Nopper | Aktualisiert um 11:48 | 05.10.2009
In der Schweiz leben rund 850 Libyer. 465 von ihnen beziehen Sozialhilfe. Das geht aus der Sozialhilfestatistik des Bundes hervor.
Der Anteil Sozialhilfeempfänger ist bei den in der Schweiz lebenden Libyern also aussergewöhnlich hoch: 2007 waren es fast 55 Prozent!
«Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass es sich bei den meisten von ihnen um Flüchtlinge handeln dürfte», sagt Elisabeth Hostettler, Sprecherin des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Flüchtlinge sind auf Sozialhilfe angewiesen, weil sie in der Schweiz nicht arbeiten dürfen.
Während die Schweiz den Landsleuten des Wüsten-Diktators Muammar al-Gaddafi einen angemessenen Lebensstandard ermöglicht, hält dieser zwei Schweizer Geschäftsleute aus purer Rachsucht in Libyen gefangen. Grund: Im Juli vergangenen Jahres wurde Sohnemann Hannibal in Genf festgenommen. Er und seine Frau sollen eine Haushälterin misshandelt haben.
Die Angelegenheit entwickelte sich zu einer diplomatischen Krise. Gaddafi verlangte Entschuldigung um Entschuldigung. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz reiste sogar persönlich nach Libyen, um den Wüsten-Diktator zu beschwichtigen.
13,5 Millionen für libysche Sozialhilfebezüger?
Dabei sollten die Millionen an Sozialhilfegeldern, welche die in der Schweiz wohnenden Libyer jährlich kassieren, eigentlich reichen. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Doch das Ausmass lässt sich abschätzen, wenn man bedenkt, dass sechs grosse Schweizer Städte einem Sozialhilfebezüger 2007 im Schnitt 15´900 Franken auszahlten.
Dieser Mittelwert geht aus einer Vergleichs-Statistik verschiedener Städte hervor (Städteinitiative). Geht man davon aus, dass auch die libyschen Sozialhilfebezüger jährlich 15´900 Franken kassieren, könnte Bundesrat Merz Gaddafi für jedes Jahr getrost eine Rechnung von über 13,5 Millionen präsentieren.
Der Anteil Sozialhilfeempfänger ist bei den in der Schweiz lebenden Libyern also aussergewöhnlich hoch: 2007 waren es fast 55 Prozent!
«Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass es sich bei den meisten von ihnen um Flüchtlinge handeln dürfte», sagt Elisabeth Hostettler, Sprecherin des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Flüchtlinge sind auf Sozialhilfe angewiesen, weil sie in der Schweiz nicht arbeiten dürfen.
Während die Schweiz den Landsleuten des Wüsten-Diktators Muammar al-Gaddafi einen angemessenen Lebensstandard ermöglicht, hält dieser zwei Schweizer Geschäftsleute aus purer Rachsucht in Libyen gefangen. Grund: Im Juli vergangenen Jahres wurde Sohnemann Hannibal in Genf festgenommen. Er und seine Frau sollen eine Haushälterin misshandelt haben.
Die Angelegenheit entwickelte sich zu einer diplomatischen Krise. Gaddafi verlangte Entschuldigung um Entschuldigung. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz reiste sogar persönlich nach Libyen, um den Wüsten-Diktator zu beschwichtigen.
13,5 Millionen für libysche Sozialhilfebezüger?
Dabei sollten die Millionen an Sozialhilfegeldern, welche die in der Schweiz wohnenden Libyer jährlich kassieren, eigentlich reichen. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Doch das Ausmass lässt sich abschätzen, wenn man bedenkt, dass sechs grosse Schweizer Städte einem Sozialhilfebezüger 2007 im Schnitt 15´900 Franken auszahlten.
Dieser Mittelwert geht aus einer Vergleichs-Statistik verschiedener Städte hervor (Städteinitiative). Geht man davon aus, dass auch die libyschen Sozialhilfebezüger jährlich 15´900 Franken kassieren, könnte Bundesrat Merz Gaddafi für jedes Jahr getrost eine Rechnung von über 13,5 Millionen präsentieren.
Wer sitzt am längeren Hebel? Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, Diktator Muammar al-Gaddafi. (Keystone/«10vor10»)
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Das sagen Blick.ch-Leser
- Küdde Rechsteiner, zürich - 21:32 | 05.10.2009
- » das gibts ja nicht. da wird auf den flüchtlingen herumgehackt, die wohl zu einem grossen teil wegen gaddafi geflüchtet sind! und da gibts einige schreiber hier im forum, welche diese flüchtlinge bestrafen wollen, geld weg oder zurück nach libyen. bitte zuerst denken, dann schreiben! ahja, libyen schreibt man genau so. lybien etc ist falsch.
- Steffi Leuenberger, Basel - 16:43 | 05.10.2009
- » und dass man den Herrn Diktator Gaddafi überhaupt als Politiker ernst nimmt, will mir eh nicht in den Kopf gehen... Man stelle sich nur mal das Drama vor, wenn jetzt Herr Merz lybische "Geiseln" halten würde... nach mind. 24h würden sämtliche Staaten an seine Tür klopfen
- mark schwarzer, bern - 15:51 | 05.10.2009
- » @Marcel Zinung..ja Hauptsache ausschaffen, ist wohl das einzige Wort das solchen SVP-Leuten wie dir einfällt. Für dich sind wohl alle Ausländer Schmarotzer.Und was könne diese Lybier dafür, dass Gaddafi ihr Land regiert? Und übrigens nochwas, die Migration in die Schweiz wird zunehmen, weil durch die Klimaerwährmung viele Gebiete auf der Welt unbewohnbar werden. Sei dir das bewusst, und nicht immer motzen. ALso lieber die grünen wählen! Peace out
- peter walder, bs - 15:06 | 05.10.2009
- » ganz einfach diesem herrn die rechnung schicken,sonst tamoil tankstellen betreiben.ich hoffe auch,dass man tamoil boykotieren soll.der hat milliarden vermögen und wir unterstützen seine leute mit sozialhilfe.wenn man das nicht alleine regeln kann holt man von anderen staaten hilfe.
- Boesch Claudia, Thun - 14:52 | 05.10.2009
- » Was man aber machen könnte, wäre alle Konten von Libyern einfrieren, welche nicht in der Schweiz leben. Erst wieder freigeben, wenn die beiden zurück sind oder die Inhaber beweisen können, nicht mehr in Libyen zu leben und leben zu können.
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