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27 Radio- und 6 Fernsehkonzessionen konnten bereits im Juli erteilt werden, weil es in den entsprechenden Versorgungsgebieten keine Konkurrenz gab. Bei den restlichen 14 Radio-Konzessionen musste Bundesrat Moritz Leuenberger nun unter 25 Bewerbern entscheiden, bei den verbliebenen 7 Fernsehkonzessionen unter 14 Bewerbern.
Freud und Leid bei den UKW-Radios
Mit besonderer Spannung wurde der Entscheid bei den Privatradios für das Gebiet Zürich-Glarus erwartet. Hier gewann Roger Schawinski mit seinem Radio 1 das Duell gegen Radio Energy Zürich (siehe Kasten rechts).
Leuenberger beschreibt Schawinskis Gesuch als «qualitativ besser», der Entscheid gegen Ringiers Radio Energy erfolgte laut dem Medienminister aber auch aus Gründen der Medienkonzentration. Energy bleibe die Verbreitung über DAB und Internet.
Auch Radio 105züri ging leer aus. Dafür erreicht Radio Zürisee künftig mehr als 1,5 Millionen potentielle Hörerinnen und Hörer. Und: Mit Radio 24 gehör ein weiteres Kind von Schawinski zu den Konzessionierten.
Zwei überzählige Kandidaten gab es auch im kleineren Sendegebiet der Stadt Zürich, wo sich Giuseppe Scagliones Radio Monte Carlo Züri durchsetzte. In Basel bleiben die Radios Basel 1 und Basilisk auf Sendung, im Aargau Radio Argovia. Auch die Radios Grischa (Graubünden), Lac, Lausanne FM, Rouge MF, Buzz FM (alle am Genfersee), Radio Cité (Genf) und Arc FM (Jura) erhielten eine Konzession.
Tele Züri abgeschmettert
Leer geht der Fernsehsender Tele Züri aus*, die Konzession bekommt Tele Top in Winterthur. «Tele Züri kann und wird weitersenden», betont Leuenberger vor den Medien. Cablecom werde an seinem regionalen Zugpferd festhalten. Der Sender könne sich – so die Kehrseite der Ohrfeige – nun sogar ausbreiten.
Die Lokalfernseh-Konzession für die Zentralschweiz geht an das neue Projekt Tele 1 der LZ Medien. Weitere Gewinner: Tele Ostschweiz, Tele M1 im Raum Aargau-Solothurn, Vaud Fribourg TV, das Walliser Tele Canal 9 und Canal Alpha im Jurabogen. (SDA/dip)