Laser-Pointer sind eine Landplage – und extrem gefährlich Das geht ins Auge

Fussballer, Tramchauffeure, Piloten, Polizisten – sie alle geraten immer öfter ins Visier von Laser-Attacken. Der letzte Vorfall liegt erst neun Tage zurück.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Chemiewolke über Pharma-Stadt? Schüler müssen wegen Rätsel-Gestank...
2 Kleinflugzeug in Basel abgestürzt Flughafen bestätigt Todesopfer
3 Schon sechs tote Büsi innert wenigen Tagen Katzenseuchen-Alarm im...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
32 shares
10 Kommentare
Fehler
Melden

Es passiert vor dem Einwurf, Corner oder Penalty: Immer wieder werden Fussballspieler von der Tribüne aus mit Laserpointern geblendet. Im Juni 2014 etwa wurde der Goalie der russischen Nationalmannschaft, Igor Akinfejew, während der WM in Brasilien von einem Laserstrahl irritiert. Prompt kassierte er deswegen im Match gegen Alge­rien den Ausgleichstreffer.

Aber nicht nur in den Stadien sorgen Laserattacken seit Jahren für Ärger: Piloten, Lokführer, Bus- und Tramchauffeure sowie Polizisten werden immer wieder Opfer der gefährlichen Laserstrahlen – Tendenz steigend! Regelmässig beschäftigen die Strahlenangriffe die Gerichte.

Die Zahlen der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sprechen für sich: 2013 wurden noch 14 Attacken auf Bus- und Tramchauffeure gezählt, 2014 waren es bereits 38. Und im vergangenen Jahr stieg die Zahl sogar auf 47.

«Seit 2013 beobachten wir das Phänomen der Laserblendungen, und dass diese immer häufiger vorkommen», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler zu Radio Energy.

Deshalb haben die Verkehrsbetriebe Laserpointern im Oktober 2015 mit einer Kampagne den Kampf angesagt. «Wenn die Laser-Attacken gegen uns nicht aufhören, werden wir bald so herumfahren müssen», steht auf den Plakaten – dazu ein Tramchauffeur, der mit seiner Schutzkleidung aussieht wie Darth Vader aus «Star Wars».

Denn immer wieder melden Polizeistellen neue Angriffe. Der letzte Vorfall liegt erst neun Tage zurück. Am 30. Dezember blendeten drei Jugendliche aus einer Wohnung in Zürich einen Tramchauffeur (34). Der Mann musste mit Sehstörungen ins Spital eingeliefert werden. Gegen die jungen Täter wird nun ein Verfahren wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie des Mitführens eines gefährlichen Gegenstandes eingeleitet.

Der Bundesrat weiss um die Gefahren von Laserpointern und hat bereits reagiert. Ein spezielles Gesetz soll den Besitz von gefährlichen Laserpointern neu regeln.

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
 

Gefährliche Mitbringsel

Bern – Laserpointer werden in der Schweiz in fünf Stufen eingeteilt. Die zwei stärksten, Klassen 3B und 4, sind hierzulande verboten und dürfen nicht verkauft werden. Ein neues Gesetz soll das Strafmass regeln. Das Problem: Viele Jugendliche besorgen sich die gefährlichen Instrumente in den Ferien. In der Türkei oder Italien findet man die stiftförmigen Geräte an jeder Strassenecke. Besonders beunruhigend: Auf ihnen wird häufig die falsche oder gar keine Stärkeklasse angegeben.

teilen
teilen
32 shares
10 Kommentare
Fehler
Melden

10 Kommentare
  • James Scott  Rockford aus Malibu
    08.01.2016
    Wie in vielen Fällen liegt es am Gesetzgeber. In meinen Augen ist ein Gegenstand, der Menschen auf Distanz verletzen kann eine Waffe.
    Also Laserpoineter ab einer gewissen Klasse als Waffe deklarieren und Verstösse als unerlaubter Waffenbesitz verfolgen. Aber von unserer Kuscheljustiz kann man ja nicht mehr erwarten. Es ist leider so, dass Heute jeder, jeden Sch..ss produzieren und vertreiben darf.
  • Gustav  Broennimann , via Facebook 08.01.2016
    Leistungsstarke Laserpointer sind keine Spielzeuge. Leute die mit solchen Geräten auf Menschen oder Tiere zielen handeln verantwortungslos. Von einer Landplage zu sprechen ist allerdings übertrieben, halten sich die Fälle zum Glück in Grenzen.
  • Kurt  Neuhaus aus Langenthal
    08.01.2016
    Die Kampange ist nützlich dass auch der letzte kapiert dass Laserpointer sehr gefährlich sein können was man schon lange wissen sollte. Einzig drakonische Strafen werden auch Bildungsresistente bewegen. Und bei Jugendlichen müssen die Eltern nunmal haften. Ist genau so fahrlässig wie wenn man den Kindern sonstige Waffen zum spielen gibt.
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 08.01.2016
    Seit Jahren gibt es Meldungen von diesem Schrottzeugs Laser-Pointer und die Attacken häufen sich, dass unschuldige Opfer massiv geschädigt werden. Wann endlich wird dieses Teufelszeug aus den Regalen genommen? Diesen Dreck braucht jetzt echt niemand und die Folgekosten der Geschädigten werden in Millionen gehen wenn nicht endlich ein Totalverbot durchgesetzt wird. Es kann und darf nicht sein, dass Lokführer, Fahrer, Piloten, Polizisten, Feuerwehr- Sanitätsleute zusätzlich in Gefahr geraten!!!
  • Hans  Müller 08.01.2016
    Bei den lächerlichen Strafen die drohen: wunderts da jemand?