Kultur Salginatobelbrücke und Alten Buchenwälder sollen Welterbe werden

Die Salginatobelbrücke in Schiers GR und die Alten Buchenwälder im Val di Lodano TI und auf dem Bettlachstock SO könnten UNESCO-Welterbe werden. Das hat der Bundesrat am Freitag beschlossen.

UNESCO-Welterbe: Schweiz will Salginatobelbrücke auf der Liste play
Die Salginatobelbrücke bei Schiers könnte bald zum UNESCO-Welterbe gehören. (Archivbild) KEYSTONE/ARNO BALZARINI

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Auf Empfehlung einer Expertengruppe unter der Leitung des Bundesamtes für Kultur hat er das Kultur- und das Naturobjekt auf eine nationale «Liste indicative» für zukünftige Kandidaturen für die nächsten Jahre gesetzt. Das bedeutet noch keine Kandidatur, ist aber Voraussetzung dafür.

Die Salginatobelbücke im Kanton Graubünden sei ein architektonisches Meisterwerk des 20. Jahrhunderts und ein Meilenstein der Ingenieurbaukunst, heisst es in einer Mitteilung. Sie ist das Werk des Schweizer Ingenieurs Robert Maillart. 1930 erbaut, war sie damals mit einer Länge von 90 Metern weltweit die grösste Bogenbrücke dieser Art. Die neue Brückenform war ästhetisch und strukturell einzigartig und dient bis heute als Vorbild für den Stahlbetonbau.

Die Alten Buchenwälder auf dem Bettlachstock und im Val di Lodano ergänzen die transnationalen seriellen Stätten der Welterbeliste der primären und alten Wälder in Deutschland, der Slowakei und in der Ukraine. Diese bilden gemeinsam ein herausragendes Beispiel für die aussergewöhnliche ökologische Entwicklung der Verbreitung der Buchenwälder in ganz Europa seit der letzten Vergletscherung.

Welterbestätten sind Kultur- oder Naturstätten von aussergewöhnlichem universellem Wert. Mit der Ratifizierung der Welterbekonvention hat sich die Schweiz verpflichtet, ihre Welterbestätten zu schützen, zu pflegen und zu erhalten. Aus der Schweiz wurden bisher 12 Stätten auf die Liste des Welterbes aufgenommen, darunter die Altstadt von Bern, der Stiftsbezirk von St. Gallen, das Jungfrau-Aletsch-Gebiet, das Weinbaugebiet Lavaux oder das architektonische Werk von Le Corbusier. (SDA)

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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