Kündigung vor Amtsantritt Umstrittener Imam darf nicht in Genfer Moschee predigen

GENF - Ein Vertrag mit Imam Youssef Ibram wird kurz vor Amtsantritt aufgelöst. Der Marokkaner gilt als Hardliner.

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Die Moschee in Genf verzichtet auf die Anstellung eines umstrittenes Imams, der in diesem Jahr auch in Volketswil ZH tätig war. Kurz vor dem geplanten Amtsantritt des Imams Youssef Ibram wurde der Vertrag aufgelöst.

Die Information zur Vertragsauflösung wurde von Ahmed Beyari von der islamischen Kulturstiftung, welche die Genfer Moschee betreibt, am Freitag in einem Interview mit dem Westschweizer Radio RTS bestätigt. Sie war am Freitag von der Westschweizer Zeitung «Tribune de Genève» öffentlich gemacht worden.

Beyari gab im Interview an, dem öffentlichen Interesse den Vorrang gegenüber dem privaten Interesse eingeräumt zu haben. Er betonte zugleich, dass Youssef Ibram ein guter Mensch sei. Der Imam habe bereits zweimal in der Genfer Moschee gepredigt.

Er gilt als Hardliner

Sein erstes Engagement endete 1991, nach dem er die amerikanische Invasion im Irak kritisiert hatte. Das zweite Mal war er zwischen 2001 und 2005 in der Genfer Moschee tätig. Der 62-jährige Marokkaner gilt in der Öffentlichkeit als Hardliner.

So hatte er 2004 in der Westschweizer Ausgabe der «Coop-Zeitung» gesagt, dass er nicht gegen die Steinigung sein könne, da diese Teil des islamischen Rechts sei. Er bezeichnete die Aussagen im Nachhinein als aus dem Zusammenhang gerissen.

Die Moschee befindet sich im Genfer Stadtteil Petit-Saconnex und wurde 1978 erbaut. Sie wurde vom König von Saudi-Arabien bezahlt. (SDA) 

Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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