Kündigung für Schweizer Mieter: In dieses Haus sollen nur noch Asylbewerber!

Esther Eugster fällt aus allen Wolken, als das rosarote Schreiben zu ihr nach Hause flattert.

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Die Kündigung kommt ohne Vorwarnung. Aus heiterem Himmel. «Das hat mich am meisten getroffen», sagt die Serviceangestellte aus Berneck SG. «Ich habe mit einem unpersönlichen, eingeschriebenen Brief erfahren, dass ich meine Wohnung verliere.»

Rosarot ist die Mitteilung, die Esther Eugster (54) am 24. Juni bekommt. Knallhart der Inhalt: Per 30. September muss sie die Wohnung verlassen. Genau wie das ältere Schweizer Ehepaar nebenan, alle langjährige Mieter. Die Vermieterin ist die Gemeinde Berneck SG. Die Begründung heisst: Selbstnutzung!

Das vor drei Jahren renovierte Honglerhaus am Rathausplatz ist ein Schmuckstück. Das Bernecker Bauamt hat sogar seine Büros im repräsentativen Haus einquartiert. «Ich dachte, dass die Gemeinde die Räume vielleicht für weitere Büros braucht»,sagt Esther Eugster.

Die Wahrheit erfährt sie bei der Arbeit. «Ich servierte bei einem Apéro. Da kam der Gemeindepräsident zu mir. Fragte mich, ob ich denn nicht erschrocken sei», erzählt die 54-Jährige. «Und ganz beiläufig erwähnte er, dass die Gemeinde die Wohnungen für Asylbewerber brauche. Ich war wie gelähmt!»

BLICK hat bei Gemeindepräsident Jakob Schegg (FDP) nachgefragt, er bestätigt: In den beiden Wohnungen werden vorläufig aufgenommene Asylbewerber einquartiert! «Wir müssen 17 Flüchtlingen Unterkunft gewähren. Sieben haben wir schon – für die anderen zehn stellen wir jetzt das Honglerhaus zur Verfügung.» Der Gemeinderat sei «offen für bessere Vorschläge», so Schegg gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». «Aber wir fanden niemanden, der Asylanten seine Wohnung vermieten will.» Ausserdem liege das Honglerhaus in Sichtweite zum Rathaus. «Da hat man sie auch besser unter Kon­trolle», so Schegg.

Esther Eugster ist frustriert. «Bin ich weniger wert als die Fremden?» Sie wohnt seit fünf Jahren im Honglerhaus und zahlt ihre Wohnungsmiete regulär selbst.

SVP-Kantonsrat Mike Egger (19) will sie unterstützen, er hat eine Petition lanciert. «Die Gemeinde will keine Lösung suchen. Es gibt mindestens fünf Alternativen. So etwas darf nie wieder vorkommen.»

Publiziert am 20.07.2012 | Aktualisiert am 20.07.2012
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  • Patrick  Müller aus Baden
    20.07.2012
    Unsere ahnen würden sich im grab umdrehen, wenn sie sehen würden was die politik mit unserem schönen land anstellt. Wird dafür keine langfristige lösung gefunden wird dieser irrsinn noch das kleinste problem sein
  •   Sommer Peter aus Sempach
    20.07.2012
    Die Mieterin sollte ihre Rechte ausschöpfen. Als Erstes bei der zuständigen Behörde die Kündigung anfechten und Mieterstreckung verlangen. ! Frist einhalten. Das führt zu mehr Erfolg als jammern.
  • Michi  Sommer , via Facebook 20.07.2012
    Langsam kommt es mir hoch.
    Entweder die Politik reagiert jetzt und fängt mit aufräumen an, oder die Bevölkerung wird es selber übernehmen, und das könnte hässlich werden.
    Zwar denke ich das es noch mehr braucht bis das so etwas passiert, aber die Gefahr ist da das die Bevölkerung die ganze Sache selber in die Hand nimmt, ich hoffe es nicht aber vielleicht würde die Politik danach erwachen.
    Es kann und darf nicht sein das Schweizer Staatsbürger auf die Strasse geworfen werden, um für Asylbewerber platz zumachen.

    Meiner Meinung nach sollten folgende Massnahmen sofort bzw so schelle wie möglich eingeleitet werden.

    Erstellung von Bundeszentren, und von Internierungslager für kriminell gewordene Asylbewerber.

    Austritt aus Schengen dublin, und wieder Einführung gross grossflächiger grenze Kontrollen.

    Kontingentierung der Ausländer die hier arbeiten möchten.

    Und auf längere zeit gesehen sollten wir uns Einbeispiel an der Einwanderungspolitik von Japan und oder Südkorea nehmen.

  • Alfred  Spitzmüller aus Volketswil
    20.07.2012
    Dafür gibt es nur 4 Worte: DAS IST EINE SCHANDE !!!
  • Anton  Albers , via Facebook 20.07.2012
    Ach was... Alle diese Kommentare wegen Ausländer. In diesem haus wird wahrscheinlich nie ein Asylant einziehen. Halt Selbstnützung! Aber für wen?