«Krasser Fall» Walliser Viehhändler lässt Kühe verenden

Ein Oberwalliser Viehändler liess zwei seiner Kühe einfach verenden. Für ihn dürfte das ein juristisches Nachspiel haben.

Walliser Viehhändler lässt Kühe verhungern: Kann Anklage geben play
Grausiger Fund in einer Waldhütte. Tierkadaver im Wallis. Leserreporter 8989

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Ein krasser Fall von Tierquälerei ist im Oberwallis aufgeflogen. Milchbauer und Viehändler O. T. liess zwei seiner Kühe einfach verenden. Sie sind wohl verhungert. Die toten Tiere liess er danach im Stall liegen, statt sie zu entsorgen. Ein Kantonsbeamter stiess vor zwei Wochen auf die Kadaver und schlug Alarm. Am letzten Freitag wurden die beiden toten Tiere schliesslich per Heli ausgeflogen. Jetzt liegt der Fall beim Walliser Kantonstierarzt Jérôme Barras. Der will den Besitzer der Tiere jetzt schriftlich befragen. «Einen solchen Fall von Vernachlässigung habe ich bisher noch selten erlebt.»

Daniel Pfaffen (26) vom Tierschutz Oberwallis wurde auch über den Fall in Kenntnis gesetzt. «Dieser Fall ist krass. Wir fordern, dass dieser Fall für den Besitzer der Tiere Konsequenzen hat.» Viehändler T. sagt, er habe die Tiere nach der Alpsaison auf die Voralpe bei Oberems VS gebracht. Jeweils am Sonntag habe er nach ihnen geschaut. «Sie haben sich in dem Stall, in dem sie gefunden wurden, selbst eingeschlossen und sind verhungert», sagt er. 

Für Kantonstierarzt Barras ist klar: «Drei Mal die Woche muss man nach den Tieren schauen.» Er prüft nun den Fall und reicht ihn dann der Staatsanwaltschaft weiter. «Sie muss dann entscheiden, ob sie den Fall zur Anklage bringen will.»

Publiziert am 30.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
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37 Kommentare
  • Adrian  Gerber aus Aarberg
    31.10.2016
    Das die Tiere verendet sind, kann man dem Beitrag entnehmen. Viel Interessanter wäre es zu wissen, wie es dazu kommen konnte.

    Aber warum die Kosten für Lebensmittel immer einen kleineren Teil des Haushaltsbudgets ausmachen, darüber mag niemand schreiben.
  • Sonja  Zwicker 31.10.2016
    Statt ständig neue Bau-Auflagen vorzuschreiben, sollten die Behörden lieber vermehrt auf den Umgang mit den Tieren achten!!! Es ist doch kein Geheimnis, wie wenig zimperlich viele Bauern mit ihrem Vieh umgehen!
    Die Tiere des Zirkus Knie hingegen sehen sehr gesund UND gepflegt aus! Trotzdem müssen immer mehr Tiernummern aus dem Programm gestrichen werden. Dabei ist der Nationalzirkus Knie noch eines der wenigen alten Schweizer Traditions-Unternehmen, auf die man stolz sein kann!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    30.10.2016
    Frau Zellweger:
    ich habe mit vielen Leuten zu tun, die in ihrem Garten Kaninchen, Hühner etc. halten möchten, also bitte mässigen sie sich bitte mit ihren (haltlosen) Aussagen.
    • Edith  Zellweger , via Facebook 31.10.2016
      Nochmals:Laut Tierschutzverordnung wird den Kaninchen keinen Auslauf gewährt und dürfen in sogenannten Tablare (kl.Boxen) gehalten werden!In diesen Boxen dürfen sogar mehrere Kaninchen zusammen gehalten werden!Das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung liegen ständig neben meinem PC und da ich laufend Tierquälereien anzeige,weiss ich schon von was ich rede!

      Übrigens:Durch die laufenden neuen Tierschutzverordnungen wurde das Tierschutzgesetz durch die Tierausbeuterszene total ausgehöhlt!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    30.10.2016
    Frau Zellweger: WIE kommen sie zur Aussage, dass ich mich nicht im Tierschutzgesetz auskenne? Habe ihnen die Hoppel-Antwort bereits gegeben. Das Gesetz lässt sich im Internet übrigens auf der Bundesseite runterladen..
    Ich selber habe ein Katze. die mir vor 4 Jahren zugelaufen ist (norweg. Wildkatze) die ich heute nie mehr hergeben würde, meine Traumkatze!
    Und ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, also werfen sie mir bitte nicht Tierfeindlichkeit vor. Wo kaufen sie ihr Fleisch? Oder nur Vegi?
  • Remo  Albrecht aus Höri
    30.10.2016
    Frau Zellweger
    bleiben sie bitte bei den Fakten. Wie kommen sie zur Aussage, dass Tiere bei uns die Hölle erleben? Unser Tierschutzgesetz ist so stark, dass unsere Bauern ihr Stall alle paar Jahre umbauen müssen (Thema Spaltböden und Auslauf Kaninchen oder Kutscheli (Kälber)). Die ewigen Anpassungen kosten unheimlich Geld und da gehen die gleichen Moralapostel nach DE um billiges Fleisch zu kaufen, da es bei uns zu teuer ist. ABER wie es bei uns produziert werden muss (Tierschutz) zählt nicht!
    • Edith  Zellweger , via Facebook 30.10.2016
      Allein schon,dass Sie behaupten,dass Kaninchen in der Schweiz Auslauf haben müssen,zeigt mir auf,dass Sie keine Ahnung von unserem Tierschutzgesetz haben!

      Wer Verstand und ein Gefühl für Tiere hat,braucht kein Tierschutzgesetz und muss nicht laufende Anpassungen vornehmen. So einfach wäre es,doch das Ausbeuten von Tieren hat immer in allen Belangen Vorrang!Tiere haben in der Schweiz keine Rechte!Ihnen wird von der Gesellschaft und per Gesetz jegliches natürliche Verhalten verwehrt und aberkann