Konkurrenz für Schweizerische Post: Die Deutsche Bahn will Päckli verteilen

BERN - Trotz Liberalisierung wickelt die Schweizerische Post nach wie vor 75 Prozent aller Pakete ab. Doch der Markt ist auch für die Deutschen interessant. Sowohl die Post als auch die Bahn zeigen Interesse.

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Die Deutschen wildern im Schweizer Paketmarkt. Nachdem bereits die Deutsche Post Interesse bekundete, plant nun auch die Deutsche Bahn (DB) den Markteintritt in die Schweiz. Und zwar noch dieses oder nächstes Jahr! Dies bestätigt ein Sprecher der Logistik-Tochter DB Schenker gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Die Expansion in die Schweiz liegt für deutsche Paketanbieter auf der Hand. Über 10'000 Pakete aus dem Ausland zählt die Post täglich. Grosse Teile davon kommen aus Deutschland.

Trotz der vollständigen Liberalisierung 2004 wickelt die Schweizerische Post nach wie vor 75 Prozent aller Pakete ab. Den Rest teilen sich die Deutsche-Post-Tochter DHL, die Paket-Gesellschaft DPD der französischen Post und das US-Unternehmen UPS.

Wie die aktuellen Pläne der Deutschen Bahn genau aussehen, ist unklar. Ob sie in der Schweiz für den Paket-Vertrieb eine eigene Infrastruktur aufbauen – oder mit hier ansässigen Unternehmen zusammenarbeiten will, lässt sie offen.

Offiziell zeigt sich die Schweizerische Post von der drohenden Konkurrenz unbeeindruckt. Man sei im Paket-Geschäft gut aufgestellt, so ein Sprecher.  Gleichzeitig baut der gelbe Riese sein Angebot aus: Wie Recherchen von BLICK zeigen, testet die Post seit Oktober die Paketlieferung am Sonntag. Das Pilotprojekt in Zürich, Basel, Genf und Lausanne entstand in Zusammenarbeit mit Coop und Nespresso. (mad)

Publiziert am 07.02.2016 | Aktualisiert am 07.02.2016
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10 Kommentare
  • Daniel  Schiebler aus Aarau
    07.02.2016
    Toll, neben, DHL, DPD, Fedex etc., jetzt auch noch die Deutschen. Mehr Verkehr, noch mehr Umweltökologie, oder? Wir könnten uns ja gleich, Deutschland, anschliessen. Dann wären wir wenigsten, auch Fussballweltmeister.
  • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
    07.02.2016
    Was, wenn man nicht an einer Bahnlinie wohnt? Bekommt man dann trotzdem Päckli von der DB oder muss man zuerst einen Gleisanschluss bauen lassen?
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    07.02.2016
    Mir soll es recht sein. Wie die Post mit mir als Paketkunde umgeht, wenn sie ein Paket aus dem Ausland verzollen muss, das ist unter allem Hund!
    • Daniel  Schiebler aus Aarau
      07.02.2016
      Die magische Grenze von 62.50 Franken



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      Ab einem Rechnungsbetrag von 62.50 Franken steigen die Kosten sprunghaft, weil dann das Zahlen der Mehrwertsteuer fällig wird und die Spediteure für den Verrechnungsaufwand zusätzlich Gebühren verlangen.
      Hintergrund: Es wurde festgelegt, dass die Mehrwertsteuer erst erhoben wird, wenn sie höher ausfällt als 5.- Franken. Bei einem M
  • Hans  Blattmann 07.02.2016
    Ich bin ja auch für die Öffnung des Marktes. Aber wenn die Deutsche Post hier zuweilen so schlecht arbeitet, wie im eigenen Land, verzichte ich gerne auf diesen Mitbewerber.
    • Robert  Annen aus Kaiseraugst
      07.02.2016
      @ Herr Blattmann, ich habe jahrelang mit der Deutschen Post zusammengearbeitet und die besten Erfahrungen gemacht.Schnell, zuverlässig, freundlich.Ich habe auch jahrelang mit der Schweizer Post zusammengearbeitet...keinen weiteren Kommentar.
  • Urs  Meier 07.02.2016
    Wenn man sich von der Konkurenz unbeeindruckt zeigt, wird das Wehklagen noch kommen. Wetten, dann werden wieder Preiserhöhungen und Forderungen auf den Steuerzahler zukommen.