Schweinegrippe-Alarm Kommt jetzt der Samichlaus mit Maske zu den Kindern?

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Beat Kraushaar

ZÜRICH – In den nächsten Tagen schwärmen sie wieder zu Hunderten aus - die Samichläuse. Nur dieses Jahr ist wegen der Schweinegrippe alles ein wenig anders.

Am Wochenende ist es wieder soweit. Hunderte von Samichläusen in der ganzen Schweiz gehen von Tür zu Tür und kommen auf Besuch zu den Kindern. Doch dieses Jahr bringt der Samichlaus nicht nur Süsses im Sack und Saures in seinem «Sündenbuch» zu den Mädchen und Buben. Sondern möglicherweise auch das Schweinegrippe-Virus.Haben die St. Niklaus-Gesellschaften wegen der Schweingrippe-Gefahr ihren Kläusen jetzt eine Zwangsimpfung verordnet? Oder müssen nicht geimpfte Sami-Chläuse und Schmutzlis mit Gesichtsmasken den Kindern die Leviten aus dem dicken Buch vorlesen und mit Schutzhandschuhen Nüsse und Mandarinchen verteilen?Wenigstens Handschuhe wechseln?«Wir nehmen die Schweinegrippe sehr ernst und überlegen uns, ob der Samichlaus nach jedem zweiten Besuch seine weissen Handschuhe wechseln soll», sagt Felix Kilchsperger von der St. Niklaus-Gesellschaft in Zürich. Einen Impfzwang für Chläuse bringe aber nichts, da der Impfstoff sowieso zu spät vorhanden war, so Kilchsperger.Schon gar nichts hält die St. Niklaus-Gesellschaft von Gesichtsmasken: «Wenn der Samichlaus neben dem roten Mantel und dem Bart noch eine Gesichtsmaske trägt, dann rennt uns jedes Kind davon», meint Kilchsperger. Und Sprüche wie «Samichlaus du böse Maa, steck mi nöd mit Schweinegrippe a!» will er vermeiden.Für ihn ist klar, dass sie auch dieses Jahr mit Herz und Blut als Samichläuse unterweges sind – Schweinegrippe hin oder her.

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