Kommission schlägt Krebs-Alarm Bund soll uns das Fleisch verbieten!

BERN - Die eidgenössische Ernährungskommission ruft die Bürger auf, weniger Fleisch zu essen. Es drohen Krebs, Herzprobleme und Diabetes.

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Olma-Gast beisst zu play
Herzhafter Biss in eine Olma-Bratwurst: Verarbeitetes Fleisch soll gesundheitsgefährdend sein. Keystone

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Der Verzehr von rotem Fleisch könne gefährlich sein, mahnt die Eidgenössische Ernährungskommission. Laut «NZZ am Sonntag» schreibt sie in einem neuen Bericht, dass beim Konsum von Rind, Kalb oder Schwein «gesundheitlich negative Langzeitwirkungen angenommen werden müssen».

Es drohten Krebs, Diabetes oder Herzprobleme sowie ein erhöhtes Risiko für einen früheren Tod. Die Kommission appelliert darum an den Bund, er solle eindringlicher vom Verzehr von rotem Fleisch abraten.

Für ihren Bericht wurden die neusten Studien und Daten weltweit zum Fleischkonsum analysiert. Deren Fazit sei beunruhigend: Die grossen Fleischesser über eine Zeitspanne von 13 Jahren hätten ein um 29 Prozent höheres Sterberisiko als jene, die wenig Fleisch essen..

Als problematisch beurteilen die Forscher etwa die Nitrite im Pökelsalz, das Häm-Eisen im Fleisch und L-Carnitin, das sich in ein Aminoxid umwandelt, welches Arteriosklerose  fördert. Doch vermutlich würden mehrere Faktorne im Zusammenspiel zum erhöhten Risiko führen.

Zwar verzichtet die Kommission in ihrem Bericht bewusst auf eine Mengenangabe. Als «konsensfähig», so die NZZ am Sonntag, gelte aber, «die Faustregel, dass man sich pro Woche auf zwei Mahlzeiten mit rotem Fleisch beschränken soll».

Noch grösser ist das Problem laut dem Bericht beim verarbeiteten Fleisch, Hamburger, Würste oder Charcuterie. Der Verzehr dieser Erzeugnisse «sollte noch einschränkender empfohlen werden», sagt die Kommission. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV) will dieses Anliegen nun prüfen.

Kritik kommt derweil von der betroffenen Branche. Dem Bericht fehle jede solide Basis, entgegnet Ruedi Hadorn, Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbandes.

Es erstaune ihn, dass eine wissenschaftliche Kommission auf einer derart dünnen Grundlage solche Empfehlungen abgebe, sagt er in der «NZZ am Sonntag». Der Verband hat darum das BLV bereits «eindringlich» aufgefordert, auf eine Anpassung der Empfehlungen zu verzichten. (bih)

Publiziert am 09.11.2014 | Aktualisiert am 09.11.2014
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64 Kommentare
  • Fritz  Frigorr , via Facebook 10.11.2014
    Dass zu viel rotes Fleisch ungesund ist, sollte längst Allen bekannt sein, dass die vielen Zusatzstoffe, auch Pökelsalz nicht gerade für ein Wohlbefinden sorgen ebenfalls. Doch leider brauchen hier in der Schweiz Viele etwas länger, um dies zu kapieren. Erst recht dann, wenn sie von anderer Seite geschmiert werden.
  • Urs  Hagen , via Facebook 09.11.2014
    Man kann doch hoffen, dass der Mensch auch eines Tages stirbt. Auf der einen Seite jammern wegen Altersvorsorge und Pensionskassen auf der anderen Seite Schwachmaten die eine Studie über die Schädlichkeit von Fleisch berichtet. Ich esse mehrheitlich mit wenigen Ausnahmen vegetarisch aber so einen Schwachsinn hält mich nicht von einem Schweinesteak vom Grill ab.
  • Kevin  Wyss aus Gwatt
    09.11.2014
    Ich habe auch eine neue Studie gemacht, wer seine Steuern zahlt ist im Gegensatz zu denen, die keine Zahlen einem um 80 Prozent höheren Risiko ausgesetzt an einem Herzinfarkt zu sterben! Also Leute zahlt keine Steuern mehr! Ist mein Ernst, dann lebt ihr länger.
  • Heidi  Keller aus Zürich
    09.11.2014
    Ich habe jetzt lange und gerne in unserem einst schönen Land gelebt. Aber langsam reichts mir. Jetzt mache ich mich ernsthaft daran auszurechnen, wo ich mit der AHV auch noch leben kann. Wenn ich mein Haus verkaufe da können dann ja Asylanten untergebracht werden, die ja heute ziemliche Ansprüche stellen kann ich mir irgendwo an der Sonne ein nettes Häuschen leisten. Essen, was ich mag und das Leben geniessen.
  • Kurt  Tanner , via Facebook 09.11.2014
    ....und in der nächsten Studie stellen diese Obergescheiten fest, dass die Luft schlecht ist und empfehlen uns, weniger oder gar nicht mehr zu atmen. Ende der Ironie.