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Den sechs Angeklagten wurde vorgeworfen, berufs- und bandenmässig Hanfanbau betrieben zu haben.
Der eine Haupttäter sei die Triebfeder des Hanfanbaus gewesen, befand das Gericht nach dreitägiger Verhandlung. Der zweite Haupttäter, der ebenfalls mit 27 Monaten Gefängnis bestraft wurde, ist ein ehemaliger freisinniger Politiker aus dem Val-de-Travers und Gärtner. Bei ihm wurde eine minutiöse Buchführung gefunden, in der er den Verkauf von mehr als 200 Kilo Cannabis in den Jahren zwischen 2000 und 2004 aufgelistet hatte.
30 Monate Gefängnis erhielt ein weiterer Angeklagter. Dieser spielte zwar beim Pflanzen des Cannabis eine geringere Rolle, machte sich aber der schweren Körperverletzung schuldig. Bei einem Streit unter den Betreibern der Indoor-Anlagen hatte er geschossen.
Die übrigen drei Angeklagten kamen mit bedingten Gefängnisstrafen zwischen 14 und 18 Monaten davon. Das Gericht stufte sie als Mitläufer ein, deren Anteil an den Delikten nicht so schwer wiege.
Im Mai 2004 hatte die Polizei in alten Industrie- und Landwirtschaftsanlagen im Val-de-Travers über zehn Hallen mit Hanfplantagen entdeckt. Insgesamt wurden 35 000 Cannabis-Stauden konfisziert und zerstört. Die Investitionen in die Bewässerungs- und Beleuchtungsanlagen hatten einige hunderttausend Franken gekostet.