Der Präsident von Mittelbünden fordert: «Knallt ihn ab!»
Erstmals fordert ein namhafter Politiker den Abschuss des Bündner Braunbären «JJ3». «Er muss weg, bevor er einen Menschen angreift», sagt der Präsident von Mittelbünden, Baltermia Peterelli. «Und zwar sofort.»
Die Bündner Behörden unternehmen derzeit alles, um dem 250 Kilo schweren Bärenmännchen die Lust auf Ausflüge in Wohngebiete zu vergällen. Seit 14 Tagen wird er intensiv «verbrämt», dass heisst Wildhüter passen das mit einem Peilsender ausgestattete Pelztier ab und beschiessen es mit Gummischrot oder Petarden. «Wo er schon getroffen wurde, kommt er nicht mehr hin. Aber er hat noch nicht begriffen, dass er sich ganz aus den Siedlungen zurückziehen sollte», sagt Georg Brosi. Anfang Woche liess der Bündner Jagdinspektor durchblicken, JJ3 stehe kurz vor dem Abschuss. Diese Version relativierte er am Freitag gegenüber SonntagsBlick: «Es besteht kein dringender Handlungsbedarf. Erst wenn er sein Verhalten nicht ändert, wird er eliminiert.»
Das aber passt Baltermia Peterelli (60), dem Präsidenten der Region Mittelbünden, nicht. Aus Gesprächen mit Einheimischen und Gästen weiss das Oberhaupt von 22 Gemeinden: «In der Bevölkerung hat JJ3 keinen Kredit mehr. Neun von zehn haben Angst. Der Bär muss abgeschossen werden und zwar sofort.» Vendelin Coray (43), Tourismusdirektor von Savognin ist gleicher Meinung. «Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er einen Menschen angreift. Das ist nicht zu verantworten.» Peterelli hat dem zuständigen Bündner Regierungsrat Stefan Engler (CVP, 48) seine Abschussforderung bereits mitgeteilt. Peterelli und Coray geben zu, dass sie den Abschuss auch aus anderen Überlegungen wollen: «Wir möchten die Region vermehrt als Wander- und Bikeregion vermarkten. Ein solches Wildtier durchkreuzt diese Pläne.»
Braunbär tötet 50-jährigen Japaner
TOKIO – Bei einem Ausflug ins Grüne ist ein Japaner Hokkaido von einem Braunbären angegriffen und zerfleischt worden. Der 50-jährige Mann sammelte laut Polizei am Sonntagnachmittag Pflanzen, als er von dem Tier attackiert wurde. Die Zahl der Bären liegt dort bei 3600. Um zu verhindern, dass sie in Wohngebiete vordringen oder die Ernte ruinieren, werden sie oftmals gejagt. (SDA)
Bärenland Schweiz
Zurzeit leben in der Schweiz zwei Bären. Im Engadin «MJ4» (3-jährig) und im Raum Tiefencastel/Savognin Problembär «JJ3» (2-jährig). Die beiden sind Halbbrüder. Ihre Väter und Mütter wurden im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts 1999/2000 in Trentino (I) ausgesetzt. Zuvor gab es in der Schweiz über 100 Jahre keinen Bären mehr. Der Letzte wurde 1904 in Zernez GR geschossen.
- J.Balzer, Neuhausen - 10:58 | 17.04.2008
- » Ich bin empört, zuerst setzt man die Bären aus, mit dem Wissen, dass er auch Nahrung ect. braucht, dann werden sie erschossen!!! Frage allgemein: WER war zuerst auf dieser Welt? Es gibt Menschen die nehmen sich ALLE Rechte.
- Froehli, Zürich - 11:46 | 15.04.2008
- » Der Abschuss des Bären, zeigt einmal mehr die Primitivität von gewissen Berglern, die nur Ihr Felsbrocken kennen und sonst stehen geblieben sind.
- Omlin Ernst, 4312 Magden - 11:35 | 15.04.2008
- » Die Schweiz ist überbevölkert und somit haben Wildtiere Bär,Wolf und Luchs keinen wildtiergerechten Platz mehr in unserer überstrpatzierten Natur. Vielen Dank für Ihren Mut, den Bären zu erlegen.
- Patrizia, Muttenz - 15:36 | 14.04.2008
- » Wieso Wiederansiedlungsprojekte wenn wir die Bären bei erstbester Gelegenheit abknallen. Weil die Bären über die Landesgrenzen gehen? Hat man sich das 1999/2000 nicht überlegt? Aber immerhin geben Peterelli und Coray zu, dass es nur ums Geld, bzw. ums vermarkten der Region geht!
- lissa bornhauser, las vegas - 02:17 | 11.04.2008
- » warum soll man deiser baer abschiessen, aber knut und flocke nicht? die baeren machen ja garnichts...












