Klimawandel ist schuld Schneesaisons werden immer kürzer

Ski- und Snowboard-Fahrer werden es schon länger bemerkt haben, nun ist des offiziell bestätigt: Die Wintersaisons werden immer kürzer. Der Klimawandel soll dafür schuld sein.

Schneesaison in Schweiz wegen Klimawandel immer kürzer play

Wandern statt Langlaufen.

Philippe Rossier

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mit Pfefferspray und Schlägen Erbitterter Scheidungskrieg um Hund
2 Postkarten für behinderte Denise Facebook-Aufruf berührt die Schweiz
3 «Gut für Menschen ohne Kinder, Humor und Moral» Darum meiden...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
19 Kommentare
Fehler
Melden

Die Klimaerwärmung ist auch im Winter spürbar: Laut einer Studie ist die Dauer der Schneebedeckung in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten markant zurückgegangen. Verantwortlich dafür sind vor allem späterer Schnee im Herbst und ein früheres Schmelzen im Frühling.

Im Durchschnitt beginnt die Schneesaison heute 12 Tage später und endet rund 25 Tage früher als noch im Jahr 1970, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Universität Neuenburg und des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) zeigt. Der Rückgang der Schneebedeckung sei im Frühling also doppelt so stark wie im Herbst, so das Forscherteam.

Die Forschenden werteten für ihre Studie Daten aus elf MeteoSchweiz-Wetterstationen in den verschiedensten Alpenregionen der Schweiz aus und analysierten den Zeitraum von 1970 bis 2015.

Immer weniger Schnee

Dabei fanden sie heraus, dass die Dauer der Schneebedeckung in Gebieten zwischen rund 1100 und 2500 Meter über Meer über die letzten Jahrzehnte abnahm. Alle Stationen zeigten einen signifikanten Rückgang, unabhängig von ihrer Höhenlage oder ihrem geografischen Standort.

Für WSL-Forscherin Martine Rebetez zeigen diese neuen Resultate, dass sich die Dauer der Schneebedeckung nicht nur in niedrigen Lagen, wo es für jedermann sichtbar ist, sondern in allen untersuchten Höhenlagen verkürzt hat.

Die Forscher stellten ausserdem fest, dass die jährlich maximal gemessene Schneehöhe im Durchschnitt um 25 Prozent abnahm und heute 28 Tage früher auftritt als noch vor 45 Jahren.

Wie stark sich diese Tendenz in Zukunft fortsetzen wird, können die Forscher mit dieser Studie nicht abschätzen. Sie gehen jedoch davon aus, dass sowohl der Wintersport als auch die im Sommer verfügbare Menge an Wasser von der Entwicklung betroffen sein können. (SDA)

Publiziert am 28.09.2016 | Aktualisiert am 23.10.2016
teilen
teilen
0 shares
19 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

19 Kommentare
  • Markus  Wenger , via Facebook 28.09.2016
    Benjamin Zürcher, ja, gerade heute konnte man die Auswirkungen des Flugverkehrs wieder einmal sehr gut sehen. Alles Verschwörungstheorie, alles bloss ganz «normale» Kondensstreifen, alles halb so wild. Also, sind wir doch ehrlich, was das auch ist, es ist nicht normal und schon gar nicht etwa schön, sondern eine bodenlose Frechheit. Und nun das Ergebnis dieser ganz "normalen" Kondensstreifen, oft ein bewölkter Himmel mit diesen pseudo "Schleierwolken".
  • Madame  Piano, Börn 28.09.2016
    Wir Menschen sind für unsere Natur verantwortlich. Solange Plastik und Glas einfach an den Strassenrand geworfen werden, wird sich nichts bessern.
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    28.09.2016
    Was soll das? Immer wieder Klimawandel Themen? Immer schön ein Schlechtes Gewissen Einimpfen? Wer das ändern will soll einmal die grössten Klimasünder der Erde dazu bringen ernsthaft etwas dagegen zu unternehmen! Und kommt mir nicht, die kleine Schweiz soll es vormachen, die gute Luft bleibt nicht hier, die wandert und vermischt sich dann sehr schnell mit der schlechten Luft der Länder die immer noch nichts dagegen unternehmen.
  • Peter  Müller 28.09.2016
    Ich frage mich was die Aufregung soll? Die Erde befindet sich nunmal ein einer Wärmephase und erreicht bald den Zenit. Danach gehts wieder in Richtung einer Eiszeit. Alles normal und in einem natürlichen Rhythmus.
  • Peter  Spiess 28.09.2016
    Es haben sich nur die Jahreszeiten verschoben. Aber die Bergbahnen sind ja nicht flexibel, machen ihre Bahnen dicht, wenn der Schnee später kommt.