Mega-Panne bei Schilthornbahn – Umlaufrad kaputt Kind im Rollstuhl auf 2677 Metern gestrandet

BERN - Die Luftseilbahn von Mürren BE auf das Schilthorn steht wegen eines Defekts seit gestern Nachmittag still. Ein Kind im Rollstuhl musste die Nacht in der Zwischenstation verbringen. Schuld ist ein Umlaufrad.

  • Publiziert: 21.07.2012
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Dieses Umlaufrad ist für die Panne verantwortlich.

(zvg)
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Für 91 Personen endete der Ausflug zum Schilthorn heute im Frust.

(RDB)

Gestern Nachmittag musste die Bahn abgestellt werden. 91 Menschen wurden zu Fuss und mit geländegängigen Fahrzeugen hinunter nach Mürren gebracht.

Fast alle waren bis am Abend kurz vor 21 Uhr zurück in Mürren, wie die Schilthornbahn AG mitteilte. Zwei Erwachsene und ein an den Rollstuhl gebundenes Kind aus Kuwait verbrachten die Nacht in der Zwischenstation Birg auf 2677 Metern über Meer. Sie wurden von zwei Mitarbeitern der Bahn betreut.

Helikopter konnten wegen des schlechten Wetters nicht fliegen. Die Fahrt und der Abstieg über mehr als 1000 Höhenmeter seien in guter Stimmung verlaufen, sagte Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahnen AG. Die von der Panne betroffenen Touristen und Mitarbeiter seien nie in Gefahr gewesen.

Als Begleitteam für die «terrestrische» Evakuierung wurde die Alpine Rettung Schweiz aufgeboten. Insgesamt waren am Freitagabend 25 Helfer im Einsatz.

Suche nach der Ursache

Die Panne der Luftseilbahn ist auf ein defektes Umlaufrad in der Station Mürren zurückzuführen, wie es in der Medienmitteilung heisst. Bis Dienstag wird ein Ersatzrad aus Italien geliefert und eingebaut. Am kommenden Mittwoch (25. Juli) sollte die Bahn ihren Betrieb laut Communiqué wieder aufnehmen können.

Die Sektion Mürren-Birg ist der längste Abschnitt der Bahn von Mürren auf das Schilthorn überwindet eine Höhendifferenz von über 1000 Metern. Am 29. Dezember 2004 war es bei dieser Sektion zu einem Versagen eines der beiden Tragseile gekommen. Die Bahn konnte vor der Schadenstelle angehalten werden. Alle 53 Insassen wurden damals unverletzt mittels Helikopter geborgen.

Der Berner Oberländer Ferienort Mürren bleibt trotz der Panne erreichbar. Die Sektion Stechelberg-Mürren der Seilbahn und die Standseilbahn Mürren-Allmendhubel verkehren nach Fahrplan. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Hans  Häberli , via Facebook
    Tragisch, aber zum Glück sind keine Verletzte zu beklagen.
    • 21.07.2012
    • 24
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  • Tony  Graven , Zürich
    Wie kann man ein solches Drama draus machen? Man kann doch im Sommer auch auf dieser Höhe, ob Kind oder Erwachsene, eine Nacht überleben. Schliesslich waren sie nicht im Freien und Betreuer waren ja da.
    • 22.07.2012
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Alle Kommentare (5)

  • Hanspeter  Honsperger , Laupen
    Kann es sein das da am Schilthorn Bahn einiges veraltet ist ?
    • 22.07.2012
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  • Tony  Graven , Zürich
    Wie kann man ein solches Drama draus machen? Man kann doch im Sommer auch auf dieser Höhe, ob Kind oder Erwachsene, eine Nacht überleben. Schliesslich waren sie nicht im Freien und Betreuer waren ja da.
    • 22.07.2012
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  • Hans  Häberli , via Facebook
    Tragisch, aber zum Glück sind keine Verletzte zu beklagen.
    • 21.07.2012
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  • Daniel  Beyeler , via Facebook
    Diverse Leute mussten am späteren Abend noch noch Mürren laufen! Dort in diesem steilen Abschnitt, wo jedes Jahr das Infernorennen stattfindet! Trotz Regen, Nässe und Kälte 2000M.ü.M sollen die Beteiligten darunter Touristen aus Kuweit!! in guter Stimmung laut Direktor gewesen sein! Das muss man sich mal vorstellen, ob es wirklich so war? Wahrscheinlich bisschen anders!
    • Abbas  Schumacher , Basel , via Facebook
      Ihre Zeilen lösen nur Kopfschütteln aus. Bestimmt wurden die Touristen gut betreut. Man kann es auch von einer Positiven Seite her betrachten. Ein aussergewöhnliches Ferien-Erlebnis.Trotz unangenehmen Fussmarsch, gesund und lebend ins Tal zu kommen. Meinen sie nicht, das überlebt zu haben, könnte auch Stolz machen? Darüber redet man später stolz immer wieder?
      • 22.07.2012
      • als Kommentar auf Daniel  Beyeler
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