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Die vermisste Boi Ngoc Nguyen (17) wird ein Fall für das italienische «XY ungelöst».
Drei Wochen ist sie weg. Spurlos. Boi Ngoc Nguyen verlässt am Morgen früh des 7. August ihr Zuhause in Schwyz, will nach Zürich. In der City hat sie ihre Lehre bei Musik Hug begonnen. Das Mächen hat 80 Franken dabei, ihr Handy – sonst nichts.
In Arth-Goldau wird Boi noch einmal gesehen. Dann scheint sie wie vom Erdboden verschluckt. Polizei, Medien, Familie starten eine verzweifelte Suche. Auch im Tessin. Dort wird ihr Handy zuletzt geortet. Dort wolle sie hin, wusste eine Kollegin (im BLICK).
Nichts bringt weiter. Keine Hinweise aus der Bevölkerung. Keine Spürhunde.
Immerhin: Hunde führten Polizeibeamte an die Grenzstation von Ponte Tresa. Die neue Vermutung, Boi könnte in Italien sein. Doch wer sucht sie dort? Die italienische Polizei ist bislang noch nicht informiert.
Das tragische Verschwinden ruft nun die beliebte Sendung «Chi l’ ha visto?» auf den Plan. Die italienische Version von «XY ungelöst» läuft montags zur besten Sendezeit um 20.30 Uhr auf RAI 3.
Die Show hat die Vermisstenanzeige und Fotos der jungen Vietnamesin auf ihre Homepage gesetzt. Chiara Grigoletto von der Redaktion «Chi l’ ha visto?» will helfen: «Unsere Seite wird regelmässig von italienischen Fahndern angeklickt. Und natürlich von vielen Fernsehzuschauern.»
Möglicherweise eine grosse Hilfe. Denn «Chi l’ ha visto?» erreicht mit über zehn Prozent Einschaltquote rund drei Millionen Italiener. Auch im Tessin wird die Sendung gerne verfolgt.
Noch ist Sommerpause. In einer Woche, am 7. September, gehts weiter. Chiara Grigoletto hofft, dass man dann auch Boi mit in die Sendung nimmt. Und fragt: Chi l’ ha vista? – Wer hat sie gesehen?
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Sind sehr besorgt: Bois Eltern und ihr Bruder. (Beat Michel)