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«Wäre der Charakter ein lebenswichtiges Organ, man müsste Schmid künstlich am Leben erhalten – eingebettet ist er ja schon.» Das sind die Worte Christoph Mörgelis, die am 2. Juni in der «Weltwoche» veröffentlicht wurden.
Worte, die bei seinen Parteikollegen nicht auf Wohlwollen stiessen. Auch die CVP war nicht erfreut darüber, wurde doch auch ihr Bundesrat Joseph Deiss in der Kolumne heftig angegriffen (Blick Online berichtete). Sie verlangten ein «Sorry» von Mörgeli.
Vergebens. Die Fraktionskollegen wollten nicht so weit gehen. Sie haben sich aber auf einen Antrag vom Berner Kantonalpräsidenten Hermann Weyeneth mit 27 zu 26 Stimmen von der Kolumne distanziert. Ausserdem gab es eine Rüge. Die Fraktion plädierte einstimmig für einen gemässigteren Ton im gegenseitigen Umgang.
Mörgeli selber denkt nicht daran, sich zu entschuldigen. Und schon gar nicht, sich zu ändern. Er habe nichts Falsches geschrieben. Er schreibe zudem immer zurückhaltend und in elegantem Stil und sehe keinen Anlass, daran etwas zu ändern.
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Auch er ist manchmal mit den Kräften am Ende: Christoph Mörgeli im Vorzimmer des Nationalratssaales. (Keystone)