Keine Fluglotsen, keine Landung Personal-Panne am Flughafen Bern-Belp

Am Regionalflughafen Bern-Belp musste ein Flugzeug umgeleitet und der Betrieb frühzeitig eingestellt werden, weil das nötige Personal fehlte.

Keine Fluglotsen, keine Landung: Personal-Panne am Flughafen Bern-Belp play
Wegen Personal-Mangels musste der Flughafen Bern-Belp früher schliessen. Jiri Benesch

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Normalerweise herrscht auf dem Flughafen Bern-Belp Betrieb bis 23 Uhr. Nicht so am Freitag vor etwas mehr als einem Monat: Am 28. Oktober machte der Regionalflugplatz bereits zwei Stunden vorher Feierabend – und das, obwohl noch eine Skywork-Maschine aus Palma de Mallorca mit 50 Passagieren an Bord im Anflug war. Der Grund: Es fehlten die Fluglotsen.

Für die Koordination auf dem Flugplatz ist Skyguide verantwortlich. Gegenüber der «Sonntagszeitung» erklärt die Flugsicherungsgesellschaft den Vorfall mit einem «unvorhergesehenen und in der kurzen Zeit nicht zu kompensierenden akuten Personalmangel». Laut Insidern sollen einer oder gleich mehrere Fluglotsen krank ausgefallen sein.

«Kein Ersatz in diesem Ausmass zur Verfügung»

Den Piloten der betroffenen Maschine blieb nichts Anderes übrig, als den Flughafen in Basel als Ersatz anzufliegen, wo die Passagiere mit Bussen zurück nach Bern gebracht wurden. Für die Fluglinie ein Ärgernis. «Der Flughafen und Skyguide haben einen öffentlichen Leistungsauftrag», sagt Skywork-Sprecher Max Ungricht. «Dem kamen sie nicht nach.»

Die durch den Vorfall entstandenen Kosten will die Airline dem Flughafen verrechnen. Den Imageverlust und den Ärger der Passagiere könne man aber nicht in Rechnung stellen, so Ungricht weiter. 

Laut Skyguide handelt es sich bei dem Totalausfall um ein einmaliges Ereignis. In der Regel verfüge man über Ersatzpersonal, erklärt der Sprecher von Skyguide, Vladi Barrosa. «An Regional-Flugplätzen wie Bern-Belp steht aber kein Ersatz in diesem Ausmass zur Verfügung.» Man kläre nun ab, wie man mit allfälligen Entschädigungsforderungen umgehen wolle. (cat)

Publiziert am 04.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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7 Kommentare
  • Peter  Kunz aus Biberist
    04.12.2016
    Die zuständige Bundesrätin soll die Verantwortung übernehmen, daher veranlassen, dass Skyworks und die Passagiere entschädigt werden und sich entschuldigen.
  • Kellerhans  Pascal 04.12.2016
    Was will man machen, wenn das Ersatz Personal der Reserve vermutlich akut erkrankt? Der Aufschrei der Leute wäre wohl riesig gewesen, falls einem kranken und daher unaufmerksamen Fluglotsen ein Fehler unterlaufen wäre. Daher der Entscheid den Flughafen früher dicht zu machen sicherlich vernünftig und das kleinere Übel, wenn auch für die betreffenden Reisenden sicherlich im ersten Moment ein Ärgernis darstellend. ...
  • Bruno  Waldvogel aus Interlaken
    04.12.2016
    Höre die Passagiere die auf diesem Flug sagen:O wie schön sind wir in Belp gestartet,und nach der Landung so schnell zu Hause.
    Leider nichts gewesen und für mich persönlich und nicht represantiv gemeint/geschrieben.
    Absolutes NO GO.
    Liegt für die Passagiere dieses umgeleiteten Fluges eine Entschädigung drin.Wenn ja in welcher Form.
    ICH würde mich für diesen Fauxpas wehren.
  • marc  klauser aus schmitten
    04.12.2016
    ein Flughafen ist es nicht, eher ein Spielplatz für die Reichen .
  • Conrad  Stampfli , via Facebook 04.12.2016
    Skyguide ist ein Bundesbetrieb und hat das Monopol in der Flugsicherung. Dieses verbietet den Flughäfen, die Flugsicherung für An- und Abflüge selber zu erbringen oder einen besseren Flugsicherer zu beauftragen. Gegenwärtig läuft ein scharfes Sparprogramm gegen die Regionaöflughäfen mit Leistungsabbau.. Mit Vorkommnissen wie in Bern ist deshalb wohl vermehrt zu rechnen,