Kein Biss gegen Kampfhunde

  • Publiziert: 23.04.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Der Bundesrat zieht nicht alle Register gegen gefährliche Kläffer: Er lehnt drastische Massnahmen wie Rassenverbote ab. Gute Ausbildung der Halter genüge.

Die Zeiten sind vorbei, als Kampfhund-Freunde einen Freipass hatten: Die neue Tierschutzverordnung sieht vor, dass die Besitzer ab dem 1. September ein Training mit ihrem Tier absolvieren müssen. Ab 2010 müssen die Hündeler vor dem Kauf gar einen theoretischen Kurs besuchen. Um das praktische Training werden auch sie im ersten Jahr nicht herumkommen.

Diese Hundetrainings dürfen nur Ausbildner durchführen, die das Bundesamt für Veterinärwesen anerkennt. Wer bereits einen Hund besitzt, muss keinen Kurs mehr absolvieren. Damit die Halter mit ihren Vierbeinern vernünftig umgehen und diese keine Gefahr für die Gesellschaft darstellen, soll auch die geplante Haftpflicht-Regelung sorgen.

Mit diesen Massnahmen begnügt sich der Bundesrat. Ein Verbot gewisser Rassen mit miesem Ruf wie den Pitbulls lehnt die Regierung ab. Das überlasse er auch künftig den Kantonen, wie Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard heute erklärte. (SDA/hhs)

play Solche Pitbull-Terrier dürfen auch künftig über Schweizer Wiesen rennen. (Keystone)

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Schweiz

Reichen eine gute Ausbildung der Hundehalter und eine Haftpflicht-Regelung aus?»

  • 73,6% Ja, diese Massnahmen sind vernünftig.
  • 26,4% Nein, nun kann ich nur noch auf Verbote durch die Kantone hoffen.