Kaum Drogen, weniger Gewalt - so brav waren die Jungen noch nie: Jugend ohne Pot!

Jugendgefängnisse haben keine Platzprobleme: Die Jungen von heute sind weniger kriminell – und führen überhaupt ein braves Leben.

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Die heutige Jugend! Schnell einmal fällt dieser Satz. Gerade ältere Generationen nutzen ihn gerne um die Verdorbenheit jungen Menschen zu betonen und den «Früher war alles besser»-Mythos zu zementieren. 

Nur: Die heutige Jugend ist alles andere als kaputt!

Minderjährige trinken weniger Alkohol, rauchen weniger, kiffen weniger, schwänzen weniger die Schule. Und vor allem: Sie sind weniger kriminell.

Das berichtet die «NZZ» unter Berufung auf zwei Studien der ETH Zürich und der Uni Lausanne sowie auf die Kriminalstatistiken. «In den Schulhäusern wächst die Generation brav heran», konstatiert das Blatt. 

In der Tat ist die Jugenddenlinquenz rückläufig. Die Zahl der polizeilichen Anzeigen gingen zwischen 2009 und 2014 um rund 40 Prozent zurück und damit auch die Verurteilungen.

Ein Blick auf die Zahl der strafrechtlich platzierten Minderjährigen zeigt ein ähnliches Bild: 2010 befanden sich über 800 Jugendliche in einer Vollzusganstalt. 2015 waren es noch 433. Zahlreiche Institutionen sind unterbelegt. 

«Wir haben es mit einer vergleichsweise angepassten Generation zu tun, die bemüht ist, den Leistungsanforderungen gerecht zu werden», sagt Marcel Riesen-Kupper, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Jugendrechtspflege, der «NZZ». 

Das es heute weniger straffällige gewordene Junge gibt, führt er aber auch auf das 2011 lancierte Präventionsprogramm «Jugend und Gewalt» des Bundes zurück. 

Dieses führte zu einer Aufstockung der Mittel bei der Schulsozialarbeit, bei der polizeilichen Ahndung von Jugendgewalt sowie bei der Prävention. Riesen-Kupper: «Der koordinierte Effort hat Früchte getragen.»

Publiziert am 19.02.2016 | Aktualisiert am 29.04.2016
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29 Kommentare
  • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
    20.02.2016
    Diese Jungen wissen nicht mehr was gut für sie ist... Rebellion, Frech sein, Kuriosität, das ideale Weltbild, usw. Wenn die tatsächlich alle so brav sind, frage ich mich ob daraus alles Schäfchen geworden sind die mit Reality Shows und anderer öffentlicher Verdummung gefügig, zahm und stillschweigend gemacht worden sind - und das macht mir viel grössere Sorgen weil es das Anzeichen einer Generation ist, die nicht mehr selbst denkt.
  • Walter  Freimann aus Zürich
    19.02.2016
    Ein wichtiger Grund wird verschwiegen: die in den 90er-Jahren gekommenen Jugendlichen aus dem Balkan waren überdurchschnittlich kriminell. Diese sind nun 25 und aus dem Alter, in welchem man den grössten Seich macht, draus. Das steht so in der Jugendkriminalstatistik.
  • Pius  Tschirky aus Wittenbach
    19.02.2016
    Als über 50 jähriger kann ich nur folgendes sagen: Die Jungen ware noch nie so schlecht, wie Ihr Ruf!
  • Gabrielle  Brunner , via Facebook 19.02.2016
    es folgen auch ganz andere Konsequenzen als Jahre zuvor.
  • Werner  Tschannen 19.02.2016
    ist ja auch logisch, heutzutage werden ja schon Kleinkinder dazu gedrillt ein funktionierendes Zahnrädchen, sprich, konsumierender Arbeitssklave zu sein. Eine positive Entwicklung? Wir werden es in ein paar Jahre sehen, wenn sich Burnouts, Psychosen etc häufen.