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Letztes Jahr wurden in der Schweiz 4291 Beissunfälle gemeldet. In 2678 Fällen waren Menschen das Ziel der Attacke, in 1613 Fällen andere Tiere. Gemeldet wurden auch 309 verhaltensauffällige Hunde. In über 1000 Fällen ordneten die kantonalen Veterinärämter sichernde Massnahmen an.
Erstmals liegt auch eine Auswertung nach Hundetypen vor. Insgesamt waren über 200 verschiedene Hundetypen in Beissunfälle involviert. Obschon die häufigsten Typen auch die meisten Verletzungen verursachen, zeigt die Statistik doch deutliche Unterschiede.
Im Durchschnitt entfällt auf 100 Hunde knapp ein Beissunfall. Beim American Pitbull Terrier hingegen beträgt die Quote 8,5, beim Rottweiler 3,8, beim Dobermann 2,6 und beim Deutschen Schäfer 2. Pitbulls beissen allerdings deutlich öfter andere Hunde als Menschen.
Liegt es am Halter?
Direktor Hans Wyss vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) fragt sich, ob das Problem nicht bei den Haltern liegt. Denn aus seiner Sicht beweisen diese Zahlen nicht, dass Pitbulls und andere so genannte «Kampfhunde» aufgrund der Zucht gefährlicher sind. «Es ist durchaus möglich, dass ein Pitbull in den Händen eines kompetenten Halters kein erhöhtes Risiko darstellt», schreibt Wyss in seinem Blog.
Der BVET-Chef erinnert daran, dass ab diesem Herbst die Hundehalter jeden neuen Hund ausbilden und erziehen müssen (Blick.ch berichtete). Dass dies für alle Hundetypen gelte, sei sinnvoll. «Ob die Massnahmen aber auch für die anspruchsvolleren Hundetypen reichen, muss geprüft werden.» Die Behörden müssten möglichst früh einschreiten können, wenn ein Hund- Halter-Gespann zum Risiko werde. (SDA/dip)