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Punkt 12.30 Uhr übergab BLICK-Chefredaktor Werner De Schepper die Petition Bundesrat Joseph Deiss im Bundeshaus Ost. Der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) ist zuständig für das Bundesamt für Veterinärwesen (BEVET).
Bundesrat Deiss war sichtlich beeindruckt von der grossen Unterschriftenzahl. Er erneuerte sein Versprechen: Konkrete Schritte bis Ende Januar! «Wir müssen rasch einfache und klare Lösungen treffen, um die Bevölkerung zu beruhigen.»
BLICK-Chefredaktor Werner de Schepper gab zu verstehen, dass BLICK die weiteren Schritte des Bundes genau beobachtet: «Wir sind das den 175683 Leserinnen und Lesern schuldig, die die Petition unterschrieben haben.»
Die Übergabe der Petition sorgte für ein beträchtliches Medienecho.
Die Petition wurde von der BLICK-Redaktion am 3. Dezember lanciert – zwei Tage nachdem der kleine Süleyman (6) in Oberglatt ZH von drei Pitbulls getötet worden war.
Der Tod des unschuldigen Kindes hatte in der BLICK-Redaktion eine tiefe Betroffenheit und grosse Wut ausgelöst. Spontan entstand die Idee einer Petition.
Der Wortlaut:
«Sehr geehrter Bundesrat Joseph Deiss
Wieder wurde ein unschuldiges Kind Opfer von Kampfhunden. Die Zeit der Abwägungen und Abklärungen und Expertendiskussionen muss jetzt endlich vorbei sein. Für Kampfhunde darf es in unserem Land definitiv keinen Platz mehr haben. Alle Versuche mit Halterkontrollen, Maulkorb- und Leinenzwang sind gescheitert.
Deshalb fordern jetzt die Unterzeichnenden:
Das Züchten und Halten von Pitbulls und sämtlichen Kreuzungen mit dieser Rasse sind in der Schweiz ab sofort verboten. Untersagt werden auch Einfuhr und Handel mit diesen Tieren.»
Die Petition löste eine Lawine aus. Bis zu 10 BLICK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter waren mit dem Sortieren und Zählen der Berge von Unterschriftenbögen beschäftigt. Sogar eine zusätzliche Arbeitskraft wurde zur Bewältigung des Ansturms eingestellt. Ein Fax-Gerät gab den Geist auf und musste durch ein neues ersetzt werden.
Aus der Leserschaft gab es rührende Reaktionen. So sammelte BLICK-Leserin Anna Blaser aus Melide im Tessin allein 750 Unterschriften. Grazie!
Bundesrat Joseph Deiss nahm die Petition heute entgegen und stellte rasche Massnahmen gegen besonders gefährliche Kampfhunde in Aussicht. «Wir haben die Grundlagen, um zu handeln», erklärte Deiss und kündigte an, er werde bereits im Januar Anträge an den Bundesrat stellen.
Das Problem müsse in Zusammenarbeit mit Kantonen und Gemeinden so gelöst werden, dass die von den Kampfhunden ausgehende Gefahr unterbunden werde.
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Ungenügender Schutz: Alle Versuche mit Halterkontrollen, Maulkorb- und Leinenzwang sind gescheitert. (Keystone)